Mittelamerika Kreuzfahrt

25.02.2026

Cartagena (Kolumbien)

Die Einfahrt in den Hafen von Cartagena begann gegen 07:00 Uhr. Wir verfolgten die Vorbeifahrt an den kleinen vorgelagerten Inseln vom Fenster des Anckelmannsplatz aus. Eindrucksvoll präsentierte sich die Skyline im besten Fotolicht. Schon am frühen Morgen war es sehr heiß und schwül.

Das Schiff war bereits freigegeben. Der Ausgang führte durch einen kleinen Tierpark mit zahlreichen bunten, laut kreischenden Papageien.

Heute waren wir mit Karsten Bohlman von Maikabo Travels unterwegs. Treffpunkt war heute erst um 09:30 Uhr und wir waren angehalten uns nicht lange im Tierpark aufzuhalten, sondern gleich zum Treffpunkt zu kommen, der schnell gefunden war.

Die Zuordnung der Gruppen verlief allerdings etwas chaotisch – da waren andere private Anbieter deutlich besser organisiert. Gegen 10:00 Uhr ging es schließlich los.

Schon kurz nach der Abfahrt steckten wir im totalen Stau. Um den Großmarkt herum ging es teilweise nur im Schritttempo voran. Mopeds schlängelten sich überall durch den Verkehr, und das ständige Hupen erinnerte fast ein wenig an asiatische Großstädte.

Unser erster Stopp war ein Kloster Santa Cruz de la Pop, das hoch über der Stadt lag und eine fantastische Rundumsicht bot. Auch Papst Johannes Paul II. war bereits hier zu Besuch gewesen. Unser Guide Andy, ein Expat aus Bozen erklärte sehr anschaulich die geschichtlichen Zusammenhänge.

Schnell wurde uns klar, dass wir Cartagena als Kreuzfahrthafen unterschätzt hatten: viel spanische Geschichte, die Altstatd gerhört zum UNESCO-Weltkulturerbe und modere Hochhäuser prägten das Stadtbild. Aber auch viel Armut und dubiose Geldwäsche Machenschaften gehörten dazu. Trotz des üblen Rufs von Columbien fühlten wir uns in der Gruppe jederzeit sicher.

Als nächstes stand ein kurzer Fotostopp bei der mächtigen Festung San Felipe de Barajas auf dem Programm. Gegen einen kleine Obulus konnte man sich mit einer Palenquera fotografieren lassen, das sind afrokolumbianische Frauen, die in farbenfrohen Kleidern Obst auf dem Kopf durch Cartagena tragen.

Anschließend folgte ein Stadtrundgang durch die historische Altstadt (kommot-Aufzeichnung). Die Tour war mit allerlei kleinen landestypischen Verkostungen kombiniert – Dinge, die wir auf eigene Faust vermutlich nie probiert hätten.

Unter anderem gab es Arepa de Huevo, eine frittierte Maistasche mit Ei, weshalb man es bedenkenlos essen kann. Außerdem probierten kolumbianischen Kaffee, der etwas eigenartig schmeckte. Beim eindrucksvollen kleinen Blumenmarkt wurde der Saft aus der Frucht Lulo, die es nur in Kolumbien gibt. Er schmeckte sehr interessant. Dazu gab es Deditos de Queso, ein in Cartagena sehr beliebert Snack. Es handelt sich um frittierte Teigstangen, die mit geschmolzenem, salzigem Käse gefüllt sind. An der Ecke saßen sogenannte Schreiber, die mit alten Schreibmaschinen Dokumente erstellten.

Durch den kleinen Parque Del Centenario marschierten wir weiter in das hippe Stadtviertel Getsemaní, mit zahlreichen Bars und kleinen Geschäften verziert mit farbenfrohen Wandmalereien um die Plaza de la Trinidad herum.

Krönender Abschluss des Stadtrundgang war ein kühles Bier, Aguila, in der kleinen Bar Tienda Las Tablitas (hier). Dazu gab es leckere Kokosplätzchen. Das Etablissement stand zum Verkauf: 1,8 Millionen USD, kein schlechter Preis für eine verhaute Bretterbude. Anschließend brachte uns der Bus zurück zum Schiff, wo wir in aller Ruhe Fotos von den Papageien machten, die wir schon am Morgen gesehen hatten.

Fazit: der Ausflug war eines der Highlights der Reise! Unser Guide Andy war spitze. Volle Empfehlung für Maikabo Travels!

Um 18:00 Uhr hieß es schließlich Sailaway. Vom Balkon aus zog die Skyline von Cartagena noch einmal eindrucksvoll an uns vorbei. Auffällig war allerdings, dass in vielen der Hochhäuser kaum Licht brannte.