Mittelamerika Kreuzfahrt

23.02.2026

Puerto Limón (Costa Rica)

Der eher gemütliche Teil der Reise war vorbei, denn heute Morgen verließen wir das Schiff bereits um 07:00 Uhr.

Der Treffpunkt von Red Frog Tours war schnell gefunden und kurz darauf ging es auch schon los: 18 Leute in einem Kleinbus mit Sven, einem deutschen Expat im Hippie-Look, der heute unser Guide war.

Der ursprüngliche Plan war, den Cahuita National Park zu besuchen. Wie wir jedoch bereits wussten, war der Park aktuell für einige Tage gesperrt, da die Wege nach schweren Stürmen unpassierbar geworden waren und repariert werden mussten. TUI hatte deshalb seine Ausflüge bereits abgesagt.

Auf Rückfrage per WhatsApp bestätigte Gaby Höbart von Red Frog Tours jedoch, dass der Ausflug stattfinden könne – wir würden lediglich in ein anderes geschütztes Regenwaldgebiet fahren. Da hat sich also jemand wirklich Mühe gegeben!

Unser Ziel war der private Park Brisas de la Jungla. Mit Hilfe des Allradantriebs brachte uns der Bus hinauf zu einem Aussichtspunkt. Selbst unser Guide war dort noch nie gewesen, sodass wir ein paar Minuten brauchten, um den richtigen Einstieg in den Wanderweg zu finden.

Den Wanderweg hatte unsere Gruppe komplett für sich allein. Unterwegs entdeckte unser Guide unzählige Dinge, die uns mit bloßem Auge gar nicht aufgefallen wären, und erklärte voller Enthusiasmus die Zusammenhänge der Tier- und Pflanzenwelt. Sein Wissen über die lokale Flora und Fauna war wirklich enorm. Besonders beeindruckend war der kleine rote Pfeilgiftfrosch. Ebenfalls spannend: die sogenannte 24-Stunden-Ameise, eine der größten Ameisenarten der Welt, die ihren Namen daher hat, dass ihr Biss bis zu 24 Stunden lang juckt.

Der Weg war weder besonders steil noch schwierig – wenn man aufmerksam geht, ist er gut zu bewältigen. Auch eine sehr fotogene Hängebrücke lag auf der Strecke. Nach gut 2 Stunden Wanderung legten wir noch einen kurzen Stopp an einem kleinen Obststand ein. Am Parkplatz standen außerdem mehrere riesige Bambusbüschel. Kaum zu glauben, dass ein solcher gigantischer Halm in nur etwa acht Wochen wächst.

Die Weiterfahrt führte uns vorbei an Bananenplantagen zu einem kleinen Obstshop, wo wir verschiedene Früchte verkosten konnten. Wir probierten auch frische Kokosmilch.

Anschließend ging es weiter zum Ausgangspunkt unserer Bootstour, entlang der Tortuguero Kanäle, Teil des gleichnamigen Nationalparks.

In den Mangroven sahen wir unter anderem Leguane, Brüllaffen, einen Eisvogel, verschiedene Arten von Reihern, ein Faultier aus nächster Nähe und sogar einen kleinen Kaiman. Unglaublich, was unsere Guides alles spontan entdecken konnten – vieles hätten wir selbst niemals wahrgenommen. Es hatte sich zugezogen und war drückend schwül.

Letzter Halt war am Strand Playa Bonita, der aber nicht sehr einladend war. Vielleicht lag es an dem starken Wind und der daraus resultierenden Düngung oder am bewölkten Himmel. Zudem wurde vor einigen Jahren das Korrellenriff aufgrund eines Erdbebens angehoben und freigelegt. Das hatte zur Folge, dass die Korallen abstarben und ein scharfkantiges Gestein zurückblieb.

Fazit: ein fantastischer Ausflug mit einem sehr sympathischen und kompetenten Guide. Volle Empfehlung!