Mittelamerika Kreuzfahrt
17.02.2026
Georgetown (Grand Cayman)
Heute frühstückten wir am Heck. Bei leichtem Wind ließ es sich dort gut aushalten. Das Schiff lag bereits auf Reede vor George Town. Während unserer Verdauungsrunde auf Deck 14 nieselte es leicht.
Das Tendern verzögerte sich etwas, da die Behörden das Schiff mit Verspätung freigegeben hatten. So starteten wir rund 30 Minuten später als geplant. Die Überfahrt dauerte nur knappe zehn Minuten.
Zu Fuß war es nicht weit bis zum zentralen Busbahnhof. Unterwegs hupte ein WB-1-Bus kurz und sammelte uns ein. Offenbar waren wir sofort als Touristen mit Ziel Strand zu erkennen – woran das wohl lag? Unterwegs nahmen wir noch ein weiteres Paar mit.
Wir stiegen beim Public Beach am Ende der W Bay Road aus. Der Fahrpreis betrug $2,50/P – günstiger ging es kaum. Vor uns war eine TUI-Gruppe unterwegs, die vermutlich ein Vielfaches bezahlt hatte.
Wie der Name schon sagt, ist dies der einzige Strandabschnitt, an dem man Liegen mieten kann; die übrigen Bereiche gehören zu den angrenzenden Hotels. Man konnte entlang spazieren und sich in den schalttenlosen Sand setzen.
Der Strand war wunderschön und sehr gepflegt. Das Wasser schimmerte türkisblau und war herrlich warm, die Luft allerdings etwas drückend.
Wir liefen Richtung Süden und beobachteten das Treiben. Viele nutzten das umfangreiche Angebot an Wassertsportmöglichkeiten. Eine Hotelanlage reihte sich an die nächste, vieles fest in US-amerikanischer Hand.
Nach einer Weile rasteten wir im Schatten eines Baumes und genossen von einer leicht erhöhten Position den Blick auf Meer und Strand.
Später kehrten wir im Strandlokal Tillies ein. Es brauchte etwas Überzeugungsarbeit, um der Crew klarzumachen, dass uns der leichte Nieselregen nichts ausmachte und wir gern direkt am Meer sitzen wollten. Warum man dort Bedenken hatte, sollten wir später noch verstehen.
Die Location war traumhaft: ein kühles Bier unter dem Sonnenschirm, die Füße im Sand, der Blick aufs blaue Meer gewandt. Das hatte allerdings seinen Preis – ein kleines Bier kostete $10. Kein Schnäppchen, aber was soll’s.
Gut gelaunt spazierten wir weiter Richtung Süden. Der Strand wurde rauer, die Hotels einfacher. Schließlich endete der Strand, und wir mussten zurück auf die Straße.
Plötzlich begann es so stark zu regnen, dass binnen kürzester Zeit das Wasser auf der Straße stand. Das auf Reede liegende Schiff war kaum noch zu erkennen. Wir stellten uns unter. Mehrere Biker-Gruppen fuhren völlig durchnässt durch knöcheltiefes Wasser vorbei. Zum Glück war es warm.
Mit Schirm und Poncho ausgerüstet gingen wir weiter, als der Wolkenbruch etwas nachließ. Als wir den Anleger erreichten, spitzelte bereits wieder die Sonne hervor, und es herrschte ein fantastisches Licht.
Die Stadt selbst bietet nicht viel Sehenswertes. Wir kauften lediglich einen Magneten als Souvenir, bevor wir uns wieder zum Tendern begaben. Nach kurzer Wartezeit waren wir zurück an Bord – erst einmal hieß es: Trockenlegen.
Während der Liegezeit wurde aufgrund von Zollbestimmungen Alkohol nur an der UnverzichtBar Alkohol ausgeschenkt.
Das Abendessen im Atlantik war wie gewohnt gediegen.
Am Abend fand eine große Faschingsparty auf dem Pooldeck statt. Die Crew hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und einen Umzug mit aufwendigen Kostümen organisiert. Anschließend trat die Travestiekünstlerin „Miss Chantal“ auf. Die danach gespielten Schlager waren allerdings nicht ganz unser Geschmack.
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 07. März 2026 20:08


