Ostsee 06/2026

06.07.2026

Kopenhagen

Wie all die Tage zuvor holte uns Niklas zum Frühstück ab. Trübe schaute das Meer bei leichtem Nieselregen her. Nicht die besten Voraussetzungen für einen Stadtrundgang.

Wir verbummelten den Vormittag und beobachteten auf dem Deck gegen 11:00 Uhr die Einfahrt der Mein Schiff Relax in Kopenhagen, wo wir als einziges Schiff am Terminal 1 festmachten. Von oben sahen wir bereits die nur ca. 100m entfernte Bushaltestelle. Wie praktisch, die kann man wirklich nicht verfehlen.

Nach einem Mittagssnack Harbour Market verließen wir das Schiff. Niklas schlief bereits, bevor wir die Bushaltestelle erreichten.

Der Bus 164 brachte uns zur Metro-Station Orientkaj der Linie M4, mit der wir weiter zum Rathausplatz fuhren. Die Kinder stiegen bereits früher aus, da sie mit Niklas zum botanischen Garten wollten. Das Ticket kostete 24 DKK / P für die einfache Fahrt und könnte bequem über die App Rejsebillet gekauft werden. Da kann man nicht meckern.

Wir folgten der Haupteinkaufsstraße Strøget durch die schmucke Jorcks Passage zum Rundetårn. Trotz des Regenwetters herrschte in den Läden reger Betrieb. In den Torvehallerne, Kopenhagens lebendiger Markthalle gab es allerlei Leckereien. Das Hallernes Smørrebrød schaute in der Tat sehr gut her, war aber mit 100+ DKK wirklich kein Schnapper. Wir verzichteten.

https://www.hallernes.dk/en/

Das nächste Highlight war das Schloss Rosenberg mit seinem großen Park. Leider trübte der immer stärker werdende Nieselregen die Fotokulisse. Auch die Radler vom Schiff waren da, unverkennbar zu sehen an den penibel aufgereihten Rädern. Leicht durchnässt hält sich der Spassfaktor hier auch in Grenzen.

Über den Storchenbrunnen liefen wir zurück zur Fußgängerzone, vorbei am Schloss Christansborg vor zum Wasser. Eigentlich wollten wir den Trum der Erlöserkirche mit seiner äußeren Wendeltreppe besteigen, der jedoch aufgrund des Regens nicht geöffnet hatte.

Der Nieselregen hatte aufgehört und es wurde heller. Sogleich kamen die zahlreichen Hausboote am Kanal viel besser zur Geltung. Über die Inderhavensbroen steuerten wir auf den Nyhavn zu. Sofort stach die gefällige moderne urbane Architektur einiger neugebauten Wohnhäuser sowie des königlichen Theaters ins Auge, die gut mit der alten Bausubstanz harmonierte. Entlang des kleinen Beckens hatte es schmucke farbenfroh Häuser verziert mit kleinen Booten . Eine Kneipe reihte sich an die andere. Alles sehr touristisch.

Gegen 16:00 Uhr hatten wir uns mit Franzi zu einer Bootsrundfahrt verabredet (Dauer 1h; 80 DKK/P). Die Fahrt führte zunächst durch die Kanäle und entlang der Hausboote, wo wir schon vorher zu Fuß gewesen waren. Das eigentliche Highlight war jedoch, dabei Niklas zu beobachten, wie er angesichts dessen was es zu sehen gab aus dem Staunen gar nicht mehr herauskam.

Anschließend ging es weiter vorbei am Opernhaus mit seinem weit überstehenden Dach und dem Hauptsitz der Reederei Maersk in Richtung kleine Meerjungfrau, die man vom Boot aus nicht gut sehen konnte. Wir hatten richtig Glück, dass es während der Tour nur ganz leicht tröpfelte.

Niklas war von all den aufregenden Erlebnissen hundemüde, weshalb die Kinder zurück zum Schiff fuhren. Eigentlich hätte man in einer der Kneipen noch ein (sündhaft teures) Bier trinken können, aber was Wetter war hierfür einfach nicht einladend genug, so dass wir uns sogleich auf den Weiterweg machten, denn wir wollten uns die kleine Meerjungfrau noch aus der Nähe anschauen.

Die Fredriks Kerke mit ihrer mächtigen Rundkuppel hatte schon geschlossen und wir marschierten weiter über das eher schlichte Schloss Amalienborg, dem Hauptwohnsitz der dänischen Königsfamilie, am Kanal entlang zur Meerjungfrau. Inzwischen hat ein Landregen eingesetzt unendlich wir sahen Bootstouren mit Regenumhängen. Auch nicht schön, da sind wir mit ein paar Tropen richtig gut davongekommen.

Nach der verregneten Fotosession bei der Meerjungfrau liefen wir am Castell entlang zur U-Bahn. Nach 12km Fußmarsch sind wir gegen 19:00 Uhr zurück auf dem Schiff.

Zum Abendessen kehrten wir beim Griechen ein. Es war nicht viel los, so dass wir sofort untergekommen sind. Hilde und Nikki hatten die abendliche Bootstour über TUI gebucht, was bei dem strömenden Regen auch nicht optimal war.