Mittelamerika Kreuzfahrt

12.02.-28.02.2026

Wind welle 2-3 m man merkt schaukeln deutlich trotzdem nicht kalt 3° Rollwinkel am letzten Tag könnte man auf Deck 14 kaum mehr laufen. Balkon oft mit Salzkruste überzogen wetterbshe viel Glück, nurzweimal nass. zentral: nicht Inseln oder Mittelamerika, sondern beides Cartagena war der Hammer

 

 

 

 

 

 

 

 


12.02.2026

Anreise

Es war einer dieser Februartage zum Abgewöhnen: 5 °C und kräftiger Regen – höchste Zeit, ins Warme zu kommen.

Ein Uber brachte uns zum Hauptbahnhof. Der recht volle ICE erreichte mit nur 15 Minuten Verspätung den Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens.

Der Vorabend-Check-in (10€/P) von Condor in Halle 10, Zone 19, war schnell erledigt. Anschließend spazierten wir in etwa 15 Minuten zum b'mine Frankfurt Airport in Gateway Gardens, fast gegenüber dem KION-Headquarter. Für weitere 10 € gönnten wir uns ein Upgrade auf ein Plane-Spotting-Zimmer in der 10. Etage.

Zum Abendessen hatten wir einen Tisch im Thai-Restaurant Asia Moon reserviert, das Werner bereits von dienstlichen Aufenthalten kannte. Das Essen schmeckte &ndash wie erwartet &ndash ausgezeichnet.

Das Rooftop-Restaurant des b'mine lud anschließend zu einem kleinen Absacker ein. Bei einem feinen Cocktail genossen wir den Blick auf das Flugfeld, auf dem aufgrund des Lufthansa-Streiks nicht allzu viel Betrieb herrschte.


13.02.2026

La Romana (Dom. Rep.)

Der Tag begann mit einem entspannten Frühstück am Buffet auf dem Rooftop, begleitet von einem Glas Sekt – man lebt schließlich nur einmal.

Den Spaziergang zum Terminal hatten wir schnell hinter uns gebracht. Auch die Pass- und die Sicherheitskontrolle verliefen problemlos. Nachdem wir eine Weile am Gate gewartet hatten, fiel Werner plötzlich auf, dass wir am falschen Gate waren! Der Flieger ging zwar ebenfalls nach La Romana, war jedoch von Discover und nicht von Condor. Oh Schreck, jetzt aber hurtig!

Im Schweinsgalopp ging es zurück durch endlose Gänge in Richtung der B-Gates. Noch einmal durch die Sicherheitskontrolle – Carola hätte beinahe vor lauter Hektik ihren Rucksack zurückgelassen.

Etwas außer Atem erreichten wir gerade noch rechtzeitig das richtige Gate und waren nicht einmal die Letzten. Später teilte der Kapitän mit, dass wir noch kurz auf Gäste warteten, die mit Eurowings fliegen sollten &ndash oh Mann.

Der Flug zog sich mit erwartungsgemäß rund zehn Stunden, verlief aber völlig unspektakulär. Der Service von Condor, insbesondere die Getränkeversorgung, war sehr gut. Etwas gewöhnungsbedürftig waren die sehr kleinen Toiletten, in denen man sich kaum umdrehen konnte. Leider konnten wir unsere Earbuds nicht mit dem modernen Infotainment-System verbinden, da wir nicht auswendig wussten, wie man sie in den Kopplungsmodus versetzt.

Vom Flugzeug ging es ohne weitere Einreiseformalitäten direkt in den Transferbus, der uns in etwa 15 Minuten zum Cruise Terminal brachte. Auch um das Gepäck musste man sich nicht kümmern. Da wir im ersten Bus saßen, gab es nur eine kurze Warteschlange beim Check-in. Kurz darauf bezogen wir unsere Kabine 8084 – unser zuhause für die nächsten beiden Wochen.

Kurz zuvor war ein starkes Gewitter durchgezogen, und es war drückend schwül – was für eine Umstellung im Vergleich zu gestern. Als die Sonne tiefer stand, wurde es schnell angenehmer.

Bald darauf standen auch schon die Koffer vor der Tür , und wir richteten uns in unserer Kabine häuslich ein.

Nach dem Abendessen im Anckelmannsplatz trafen wir uns mit Birgit & Christian und unterhielten uns bis zum Sailaway um 22:00 Uhr.


14.02.2026

Seetag

Trotz des Jetlags haben wir bei offener Balkontür und begleitet vom sanften Meeresrauschen gut geschlafen. In der Nacht wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt, sodass es beim Aufwachen doch erst 05:00 Uhr war.

Zum Frühstück setzten wir uns auf die Terrasse des Anckelmannsplatz und genossen das traumhaft warme Wetter – ein perfekter Start in den Urlaub.

Danach sprangen wir kurzen in den herrlich in der Sonne liegenden Pool. Das Wasser war angenehm erfrischend, auch wenn es gut 1–2 Grad wärmer sein dürfte.

Nach einem Vortrag über Jamaika und die Cayman Islands kehrten wir ins Ganz Schön Gesund ein. Leider lag der Außenbereich in der Sonne, sodass es dort zu heiß war, um draußen zu sitzen.

Anschließend entspannten wir am Pool und beobachteten das bunte Treiben. Ein Seetag zum Auftakt hat einfach etwas Entschleunigendes. Es waren noch Liegen im Schatten frei, und Werner blätterte im Kanada-Reiseführer – schließlich möchte man für kommende Abenteuer gut vorbereitet sein.

Nach dem gediegenen Fünf-Gänge-Menü, das sehr lecker war, sahen wir uns noch die Varieté-Show im Theater an. Danach fielen wir müde in unsere Betten.


15.02.2026

Ocho Rios (Jamaika)

Um kurz nach 06:00 Uhr herrschte bereits reger Betrieb im Anckelmannsplatz, da viele – vermutlich auch wegen der Zeitverschiebung – früh wach geworden waren.

Doch das war nicht der einzige Grund, weshalb wir schon unterwegs waren: Wir wollten möglichst früh zu den Wasserfällen. Bereits kurz vor 08:00 Uhr verließen wir das Schiff.

Ein Taxi brachte uns zu den Dunn’s River Falls. Die Kosten für Hin- und Rückfahrt betrugen $20/P. Für eine Strecke von nur etwa 5 km ist das zwar kein Schnäppchen, aber der organisierte Transfer hätte 54€/P gekostet. Zum Laufen ist die Stecke an der Straße entlang nicht schön. Der Eintritt lag bei $25/P plus $7 für ein Schließfach.

Wir gehörten zu den Ersten vor Ort und hatten die Wasserfälle bei bestem Fotolicht fast für uns allein. Es lohnt sich definitiv, früh da zu sein, denn später wurde es sehr voll. Bemerkenswert war, dass keine Schäden durch den Hurrikan Melissa erkennbar waren.

Wir stiegen in der Mitte ein und kraxelnten langsam nach oben. Man musste etwas darauf achten, wohin man trat, doch es gab ausreichend Trittflächen, und die Steine waren nicht besonders rutschig, sodass es nicht wirklcih gefährlich war. Das Tragen geschlossener Schuhe war vorgeschrieben.

Das ausgewogene Wechselspiel aus Sonne und Wolken sorgte für angenehme Temperaturen, und wir genossen, wie das erfrischende Wasser unsere Füße umspülte.

Die Wasserfälle münden an einem kleinen Strand direkt ins Meer. Dort konnte man wunderbar entspannen und baden. Duschen und Umkleidekabinen waren vorhanden.

Inzwischen war es deutlich voller geworden, und Gruppen marschierten unter Anleitung von Guides Hand in Hand die Wasserfälle hinauf. Besonders im unteren Bereich war das Gelände etwas anspruchsvoller, da einige recht steile Kanten zu überwinden waren.

Nach drei Stunden hatten wir uns alles in Ruhe angesehen, und das Taxi brachte uns wie vereinbart zurück zum Schiff.

Nachdem wir uns im Tag & Nacht Bistro etwas gestärkt hatten, drehten wir noch eine kleine Runde durch die Stadt. Hier muss man nicht unbedingt gewesen sein. Der Stadtstrand (Turtle Beach) sah zwar ganz nett aus, aber die $10 Eintritt pro Person waren uns zu viel, um nur kurz hineinzuschauen.

Stattdessen entspannten wir auf dem Balkon mit schönem Blick auf die Bucht und konnten das sonntägliche Treiben gut beobachten – dazu Reggae-Musik, ein sehr entspannter Nachmittag.

Ab 18:00 Uhr konnte man für den übernächsten Hafen George Town die Tenderzeiten ohne Ausflug in der App buchen. Das ist zwar immer etwas stressig, aber wir sicherten uns einen Slot für 10:00 Uhr, der zeitlich perfekt passte.

Zum Abendessen im Fischmarkt aßen wir einen sehr leckeren Hamburger Pannfisch g egessen.

Auf dem Pooldeck lud der warme Abend zu einer karibischen Nacht ein, auch wenn die Musik leider nicht besonders überzeugend war.


16.02.2026

Montego Bay (Jamaika)

Als wir aufwachten, lag die Mein Schiff 1 bereits im Hafen, und strahlender Sonnenschein begrüßte uns auf dem Balkon. Spontan drehte Werner vor dem Frühstück noch eine Runde im Pool.

Beim Frühstücksbuffet im Atlantik war viel los, und es war uns etwas zu warm im Raum. Anschließend entspannten wir ein wenig im Schatten auf Deck 14. Die sichtbar beschädigten und zurückgeschnittenen Bäume zeugten deutlich davon, dass Hurrikan Melissa hier schwere Schäden verursacht hatte.

Um 10:00 Uhr startete unser Landausflug zum Negril Beach, den wir über Schiff gebucht hatten. Die Fahrt zog sich etwas hin, und es dauerte eine Weile, bis wir die Stadt hinter uns ließen, der wir selbst nichts Sehehswertes abgewinnen konnten.

Die Küstenstraße schlängelte sich am Meer entlang und bot immer wieder schöne Ausblicke. Auf der anderen Straßenseite standen vielerorts einfache, teils verfallene Buden, die man teilweise schon als Slums bezeichnen konnte. Überall lagen noch Trümmer und Unrat, die der Hurrikan hinterlassen hatte, wobei einige Schäden vermutlich auch schon vorher bestanden hatten. Ein geplanter Fotostopp musste ausfallen, da der Parkplatz nicht mehr für den Bus erreichbar war.

Unterwegs gab es interessante Erklärungen zu Land und Leuten. Wichtigste Erkenntnis: immer eine positive Lebenseinstellung bewahren ‐ „Ya mon“ bedeutet sinngemäß „kein Problem“.

Nach etwa 2h Fahrt und 100 km Strecke erreichten wir den Boardwalk Beach Club in Negril, wo wir zwei Stunden Aufenthalt hatten.

Der Strand war sehr schön und von der nahezu endlosen Sandles Hotelanlage geprägt. Wir spazierten am Wasser entlang und genossen den Blick auf das traumhaft warme, türkisfarbene Meer – eine perfekte Kulisse für Fotos.

An der Bar gönnten wir uns ein Red Stripe, das auf Jamaika gebraute Bier, das allerdings etwas dünn schmeckte. Im Schatten der Bäume ließ es sich gut entspannen, während Carola im Wasser war.

Das bekannte Rick’s Café lag etwa 20 Minuten weiter südlich. Es hatte sich inzwischen etwas zugezogen, und leichter Nieselregen setzte ein.

Die beliebte Party-Location ist für ihr buntes Publikum und die Klippenspringer bekannt, die aus etwa 10 Metern Höhe ins Wasser springen. Wer mochte, kann sich auch selbst daran versuchen. Wir hatten dort 1,5 Stunden Aufenthalt.

Nach einiger Zeit setzte ‐ „liquid sunshine“ ein, und wir mussten uns unterstellen. Erst waren es nur ein paar Tropfen, dann folgte ein tropischer Regenguss. Glücklicherweise gab es ausreichend Möglichkeiten, Schutz zu finden – Jamaika, yo mon!

Ein DJ und zwei Go-Go-Tänzerinnen versuchten, die Menge anzuheizen, was bei dem hohen Anteil deutscher Gäste gar nicht so einfach war – so sind wir eben.

Die Rückfahrt erfolgte auf derselben Route, da es keine alternative Straße durch das Landesinnere gab. Es wurde dunkel, und die spärliche Beleuchtung in den Orten wirkte etwas unheimlich. Selbst fahren hätten wir dort nicht wollen.

Zurück auf dem Schiff mischten sich die Ausflügler mit den neu angekommenen Gästen, sodass es im Anckelmannsplatz sehr voll wurde und man kaum einen Platz bekam.

Um 22:00 Uhr fand das Sailaway mit Tanz auf dem Pooldeck statt.


17.02.2026

Georgetown (Grand Cayman)

Heute frühstückten wir am Heck. Bei leichtem Wind ließ es sich dort gut aushalten. Das Schiff lag bereits auf Reede vor George Town. Während unserer Verdauungsrunde auf Deck 14 nieselte es leicht.

Das Tendern verzögerte sich etwas, da die Behörden das Schiff mit Verspätung freigegeben hatten. So starteten wir rund 30 Minuten später als geplant. Die Überfahrt dauerte nur knappe zehn Minuten.

Zu Fuß war es nicht weit bis zum zentralen Busbahnhof. Unterwegs hupte ein WB-1-Bus kurz und sammelte uns ein. Offenbar waren wir sofort als Touristen mit Ziel Strand zu erkennen – woran das wohl lag? Unterwegs nahmen wir noch ein weiteres Paar mit.

Wir stiegen beim Public Beach am Ende der W Bay Road aus. Der Fahrpreis betrug $2,50/P – günstiger ging es kaum. Vor uns war eine TUI-Gruppe unterwegs, die vermutlich ein Vielfaches bezahlt hatte.

Wie der Name schon sagt, ist dies der einzige Strandabschnitt, an dem man Liegen mieten kann; die übrigen Bereiche gehören zu den angrenzenden Hotels. Man konnte entlang spazieren und sich in den schalttenlosen Sand setzen.

Der Strand war wunderschön und sehr gepflegt. Das Wasser schimmerte türkisblau und war herrlich warm, die Luft allerdings etwas drückend.

Wir liefen Richtung Süden und beobachteten das Treiben. Viele nutzten das umfangreiche Angebot an Wassertsportmöglichkeiten. Eine Hotelanlage reihte sich an die nächste, vieles fest in US-amerikanischer Hand.

Nach einer Weile rasteten wir im Schatten eines Baumes und genossen von einer leicht erhöhten Position den Blick auf Meer und Strand.

Später kehrten wir im Strandlokal Tillies ein. Es brauchte etwas Überzeugungsarbeit, um der Crew klarzumachen, dass uns der leichte Nieselregen nichts ausmachte und wir gern direkt am Meer sitzen wollten. Warum man dort Bedenken hatte, sollten wir später noch verstehen.

Die Location war traumhaft: ein kühles Bier unter dem Sonnenschirm, die Füße im Sand, der Blick aufs blaue Meer gewandt. Das hatte allerdings seinen Preis – ein kleines Bier kostete $10. Kein Schnäppchen, aber was soll’s.

Gut gelaunt spazierten wir weiter Richtung Süden. Der Strand wurde rauer, die Hotels einfacher. Schließlich endete der Strand, und wir mussten zurück auf die Straße.

Plötzlich begann es so stark zu regnen, dass binnen kürzester Zeit das Wasser auf der Straße stand. Das auf Reede liegende Schiff war kaum noch zu erkennen. Wir stellten uns unter. Mehrere Biker-Gruppen fuhren völlig durchnässt durch knöcheltiefes Wasser vorbei. Zum Glück war es warm.

Mit Schirm und Poncho ausgerüstet gingen wir weiter, als der Wolkenbruch etwas nachließ. Als wir den Anleger erreichten, spitzelte bereits wieder die Sonne hervor, und es herrschte ein fantastisches Licht.

Die Stadt selbst bietet nicht viel Sehenswertes. Wir kauften lediglich einen Magneten als Souvenir, bevor wir uns wieder zum Tendern begaben. Nach kurzer Wartezeit waren wir zurück an Bord – erst einmal hieß es: Trockenlegen.

Während der Liegezeit wurde aufgrund von Zollbestimmungen Alkohol nur an der UnverzichtBar Alkohol ausgeschenkt.

Das Abendessen im Atlantik war wie gewohnt gediegen.

Am Abend fand eine große Faschingsparty auf dem Pooldeck statt. Die Crew hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und einen Umzug mit aufwendigen Kostümen organisiert. Anschließend trat die Travestiekünstlerin „Miss Chantal“ auf. Die danach gespielten Schlager waren allerdings nicht ganz unser Geschmack.


18.02.2026

Seetag

Der Tag begann mit einem Lachsfrühstück im Atlantik.

Anschließend ergatterten wir zwei Liegen, auf denen wir blieben, bis die Sonne höher kam. Danach gönnten wir uns ein erfrischendes Bad im Pool.

Unser Balkon lag im Schatten, und wir genossen den Ausblick auf das blaue Wasser und das sanfte Meeresrauschen. Die Gefahr, schon am Vormittag einzunicken, war durchaus real – aber es gibt Schlimmeres.

Zum Mittagessen kehrten wir noch einmal im Ganz Schön Gesund ein, wo wir uns angeregt mit einem Ehepaar aus der Erfurter Gegend unterhielten.

Ein kräftiger Regenschauer zog über das Schiff hinweg, den wir bei einem Kaffee in der TUI Bar überbrückten. Von einem Tisch am Fenster aus konnten wir entspannt die entfesselte Energie der Natur beobachten.

Als der Spuk vorüber war, gingen wir noch einmal zum Pool und hörten dem Solo-Musiker zu. Die Temperatur war angenehm, aber trügerisch, denn Werner holte sich trotz Schatten einen Sonnenbrand.

Zum Abendessen gab es Hummersuppe und Hamburger Pannfisch im Fischmarkt. Alles war sehr lecker!

Am Abend legte der DJ auf dem Pooldeck auf – begleitet von dem einen oder anderen Jack Cola. Danach ging es in der AbtanzBar weiter. Es wurde sehr spät.


19.02.2026

Cozumel (Mexiko)

Als wir heute Morgen das Schiff verlassen wollten, bildete sich am Ausgang ein Stau, da ein Krankenwagen direkt bis vor den Eingang vorgefahren war – Dinge, die man wirklich nicht braucht.

Bereits gestern Abend waren wir per Brief darüber informiert worden, dass unser Ausflug um eine Stunde nach hinten verlegt wurde. So blieb uns genügend Zeit für einen kleinen Bummel durch den Ort. Außer ein paar Souvenirshops und Bars gab es allerdings nicht viel zu sehen. Alles war sauber, und wir fühlten uns sicher. Vom Fährterminal legten mächtige Katamaran-Fähren zum Festland ab.

Mit einem kleineren Katamaran nahmen wir schließlich Kurs auf die Isla Pasión, eine Privatinsel im Norden von Cozumel. Die Fahrt dauerte gut eine Stunde und es schaukelte ordentlich. Das Boot war jedoch groß genug, sodass man sich etwas bewegen konnte. Die Ausblicke vom Oberdeck auf das türkis schimmernde Wasser waren atemberaubend.

Dort angekommen, waren wir sofort begeistert von dieser sehr gepflegten Anlage. Wir hatten drei Stunden Aufenthalt; Liegen, Sonnenschirme, ein kleiner Imbiss und Getränke waren inklusive – fast schon paradiesisch.

Zunächst stärkten wir uns mit Chicken Tacos und einem Bier im Restaurant. Es schmeckte ganz ordentlich.

Gefühlt war die Insel ein einziger Instagram-Hotspot. Überall gab es wunderschöne Kulissen, die zum Posen und Verweilen einluden. Das kürzlich auf dem Schiff getraute Paar nutzte den Strand für seine Hochzeitsfotos. Ein Saxophonspieler sorgte für eine dezente musikalische Untermalung.

Das Wasser war traumhaft warm und klar – vom fantastischen Farbenspiel ganz zu schweigen. Im Wasser standen eine Schaukel und Hängematten. Ebenfalls sehr fotogen, aber gar nicht so einfach hinaufzukommen.

Anschließend gönnten wir uns noch einen Rum Punch (oder waren es gar zwei?) an der offenen Bar. Und ehe wir uns versahen, war die Zeit in diesem kleinen Paradies auch schon vorbei.

Auf der Rückfahrt war ein Saxophonspieler mit an Bord. Spontan wurde die Aktivbox ausgepackt und aufgespielt. Die Rückfahrt verging wie im Fluge.

Die Abfahrt des Schiffs verzögerte sich um fast eine Stunde, da noch auf eine Fähre vom Festland mit 400 Passagieren gewartet wurde.

Nach dem Abendessen im Anckelmannsplatz feierten wir auf dem Pooldeck bei Musik aus den 80er- und 90er-Jahren. Die Offiziere mixten Cocktails, und die Showtruppe schaute ebenfalls kurz vorbei.

Es wehte ein kräftiger Wind, und man spürte die feine Gischt auf dem Pooldeck. Leere Gläser musste man festhalten, damit sie nicht weggeblasen wurden. Auch der Balkon war nass und klebrig vom hochgespritzten Salzwasser.


20.02.2026

Belize City (Belize)

Das Schiff lag auf Reede, da das Meer vor Belize City zu flach zum Anlegen ist. Die Entfernung zum Festland betrug schätzungsweise fünf Kilometer. Es wehte ein kräftiger Wind, was das Tendern durchaus interessant machen könnte.

Da wir einen Ausflug über das Schiff gebucht hatten, waren unsere Tenderzeiten vorgegeben. Dennoch verzögerte sich das Prozedere, da sich das Schiff bewegte und zunächst stabilisiert werden musste. Mit etwa 30 Minuten Verspätung ging es schließlich los.

Das Einsteigen war eine wackelige Angelegenheit, doch die Crew unterstützte tatkräftig, sodass sich niemand verletzte. Das Oberdeck blieb aus Sicherheitsgründen geschlossen. Nach rund 20 Minuten schaukelnder Überfahrt erreichten wir das Festland.

Dort wurden wir in Busgruppen eingeteilt – insgesamt waren acht Busse am Start. Wir gehörten zu Bus 1.

Schon bald hatten wir den Hafenbereich von Belize City hinter uns gelassen. Einige Gebäude wirkten durchaus gepflegt – kein Vergleich zu Jamaika.

Wir folgten dem Belize River ins Landesinnere. Eine Savannenlandschaft mit wilden Palmen, Sträuchern und Bäumen formte ein eindrucksvolles Panorama, das wir so zuvor noch nicht gesehen hatten. Unsere Guides waren Einheimische und vermittelten in gut verständlichem Englisch interessante Informationen über Land und Leute.

Nach etwa 75 Minuten Fahrt erreichten wir die Plantage Ayin Ha. Dort stiegen wir in ein Schnellboot um, das uns in knapp einer halben Stunde über die New River Lagoon zum Lamanai Archaeological Reserve brachte. Die Ausblicke auf die unberührte Natur waren beeindruckend.

Mehrere Guides führten uns auf schattigen Wegen durch die Anlage und gaben anschauliche Erläuterungen zu den historischen Zusammenhängen. Da sie alles aus der Region stammten, präsentierten sie ihre Heimat mit spürbarem Stolz.

Insgesamt besichtigten wir vier Tempel. Der höchste von ihnen, der sogenannte „High Temple“, durfte bestiegen werden &ndash eine schweißtreibende Angelegenheit, die mit einer fantastischen Aussicht belohnt wurde.

Die Führung war perfekt organisiert, sodass jeder alles in Ruhe sehen und schöne Fotos ohne Menschentrauben machen konnte.

Unüberhörbar waren die lauten Rufe der Brüllaffen. Dank der aufmerksamen Guides konnten wir die Tiere hoch oben in den Bäumen entdecken.

Nach etwa anderthalb Stunden Rundgang hatten wir einen guten Eindruck gewonnen. Das Boot brachte uns zurück zur Plantage, wo ein kleiner Mittagssnack serviert wurde. Auch hier war alles hervorragend organisiert, sodass keine nennenswerten Wartezeiten entstanden. Anschließend ging es mit dem Bus zurück in die Stadt.

Fazit: Ein rund sechs Stunden langer, anstrengender, aber dank der perfekten Organisation äußerst lohnender Ausflug!

Nach dem Abendessen im Atlantik besuchten wir noch die Travestie-Show im Theater.


21.02.2026

Coxen Hole / Roatán (Honduras)

Der Wecker klingelte um 06:00 Uhr, und ein Blick vom Balkon verriet, dass es ein perfekter Sonnentag werden würde. In der Ferne war eine Bergkette auf dem Festland von Honduras zu erkennen.

Direkt nach der Freigabe verließen wir als eine der Ersten das Schiff. Am vereinbarten Treffpunkt wartete bereits Svenja von Mein Roatan auf uns. Kurz darauf war unsere zwölfköpfige Gruppe komplett und wir fuhren in einem Kleinbus los. Neben uns standen mehrere Busse von Just Float.

Svenja ist eine deutsche Expat und lebt seit über zehn Jahren auf der Insel. Mit ihrer super sympathischen Art gab sie uns authentische Einblicke und viele interessante Hintergrundinformationen über das Leben auf der Insel und in Honduras.

Der erste Fotostopp führte uns zu einem Schiffswrack.

Über eine abenteuerliche, teilweise unbefestigte Straße voller Schlaglöcher ging es weiter in den weniger erschlossenen Osten der Insel.

Kurz bevor wir den Ausgangspunkt der Mangroven-Tour erreichten, blieb der Bus mit einem Schaden an der Kupplung mitten auf der Straße liegen. Nach einem Moment der Ratlosigkeit wurde ein Ersatzbus organisiert, und nach etwa 30 Minuten konnten wir weiterfahren. Es hätte schlimmer kommen können.

Wenig später erreichten wir den kleinen Hafen bei Oakridge und bestiegen ein kleines Boot. Unser Kapitän Alex, ein Einheimischer, drehte zunächst eine Runde durch den Ort und zeigte uns unter anderem das Haus, in dem seine Schwester wohnt. Ein Teil des Ortes ist tatsächlich nur mit dem Boot erreichbar.

Anschließend fuhren wir ein Stück an der Küste entlang zum Mangroventunnel, in dem sich die Ureinwohner einst vor spanischen Angreifern versteckt hatten. Besonders eindrucksvoll war eine kleine Lagune mit türkisfarbenem Wasser. Insgesamt war die Bootsfahrt ein tolles Erlebnis.

Eigentlich stand auch noch der Besuch eines Ureinwohnerdorfes auf dem Programm, der jedoch aufgrund der Buspanne entfiel.

Auf der Weiterfahrt hielten wir an zwei Aussichtspunkten. Am ersten konnte man sowohl die Nord- als auch die Südküste überblicken. Am zweiten bestaunten wir das vorgelagerte Barrier Reef sowie ausgedehnte Urwälder. In der Sonne war es brütend heiß.

Als Nächstes besuchten wir die Leguan-Farm, wo zahlreiche freilaufende Tiere zu sehen waren. Es war Paarungszeit, und die sonst grün gefärbten Leguane leuchteten orange. Nur die grünen Jungtiere waren weggesperrt, damit sie nicht von Räubern gefressen werden. Die Tiere konnten gestreichelt und mit speziellen langstieligen Blättern – ihrer Lieblingsspeise – gefüttert werden. Weiter unten am Meer waren zudem große Tarpun- Fische zu sehen.

Letzte Station unserer Inselrundfahrt war der nahegelegene Beachclub Brady’s Cay, zu dem uns ein kleines Boot übersetzte.

Schwimmen und den Vibes der karibischen Musik zu lauschen – das war unser Motto für die nächsten zwei Stunden. Liegen waren im Preis inbegriffen, und an der Bar konnte man sich mit Drinks und Snacks versorgen. Natürlich durfte auch eine Schaukel am Strand nicht fehlen. Ehe wir uns versahen, waren die zwei Stunden Aufenthalt auch schon vorbei. Gegen 16:00 Uhr brachte uns der Bus zurück zum Schiff.

Fazit: ein kurzweiliger Ausflug in kleiner Gruppe mit tollen Stopps. Eine klare Empfehlung für Mein Roatan. Kosten: 107 $ pro Person inklusiv der Eintritte.

Obwohl wir uns gar nicht so viel bewegt hatten, waren wir aufgrund der Hitze und der vielen Eindrücke ziemlich müde.

Nach dem Abendessen im Anckelmannsplatz legten wir noch einen kleinen Nap ein, um für den Abend gerüstet zu sein, denn heute Abend fand auf dem Pooldeck die White Night mit Schokoladenbuffet statt.

Es war richtig viel los. Der DJ sorgte für Stimmung, und auch die Show-Truppe war am Start. Die Pole-Dance-Einlage konnten wir aus nächster Nähe beobachten. Wir tanzten bis zum Schluss.


22.02.2026

Seetag

Nach all den Eindrücken und Erlebnissen der letzten Tage war am heutigen Seetag erst einmal Ausschlafen angesagt. Danach ging es ganz entspannt zum Frühstücksbuffet.

Den Rest des Tages verbrachten wir abwechselnd am Pool und auf dem Balkon. Ja, so ein Seetag hat schon etwas entschleunigendes.

Am Abend schauten wir uns nach dem 5-Gang-Menü im Atlantik die gut gemachte ABBA-Show im Theater an. Danach rundet ein kleiner Absacker in der TUI Bar den Tag ab.


23.02.2026

Puerto Limón (Costa Rica)

Der eher gemütliche Teil der Reise war vorbei, denn heute Morgen verließen wir das Schiff bereits um 07:00 Uhr.

Der Treffpunkt von Red Frog Tours war schnell gefunden und kurz darauf ging es auch schon los: 18 Leute in einem Kleinbus mit Sven, einem deutschen Expat im Hippie-Look, der heute unser Guide war.

Der ursprüngliche Plan war, den Cahuita National Park zu besuchen. Wie wir jedoch bereits wussten, war der Park aktuell für einige Tage gesperrt, da die Wege nach schweren Stürmen unpassierbar geworden waren und repariert werden mussten. TUI hatte deshalb seine Ausflüge bereits abgesagt.

Auf Rückfrage per WhatsApp bestätigte Gaby Höbart von Red Frog Tours jedoch, dass der Ausflug stattfinden könne – wir würden lediglich in ein anderes geschütztes Regenwaldgebiet fahren. Da hat sich also jemand wirklich Mühe gegeben!

Unser Ziel war der private Park Brisas de la Jungla. Mit Hilfe des Allradantriebs brachte uns der Bus hinauf zu einem Aussichtspunkt. Selbst unser Guide war dort noch nie gewesen, sodass wir ein paar Minuten brauchten, um den richtigen Einstieg in den Wanderweg zu finden.

Den Wanderweg hatte unsere Gruppe komplett für sich allein. Unterwegs entdeckte unser Guide unzählige Dinge, die uns mit bloßem Auge gar nicht aufgefallen wären, und erklärte voller Enthusiasmus die Zusammenhänge der Tier- und Pflanzenwelt. Sein Wissen über die lokale Flora und Fauna war wirklich enorm. Besonders beeindruckend war der kleine rote Pfeilgiftfrosch. Ebenfalls spannend: die sogenannte 24-Stunden-Ameise, eine der größten Ameisenarten der Welt, die ihren Namen daher hat, dass ihr Biss bis zu 24 Stunden lang juckt.

Der Weg war weder besonders steil noch schwierig – wenn man aufmerksam geht, ist er gut zu bewältigen. Auch eine sehr fotogene Hängebrücke lag auf der Strecke. Nach gut 2 Stunden Wanderung legten wir noch einen kurzen Stopp an einem kleinen Obststand ein. Am Parkplatz standen außerdem mehrere riesige Bambusbüschel. Kaum zu glauben, dass ein solcher gigantischer Halm in nur etwa acht Wochen wächst.

Die Weiterfahrt führte uns vorbei an Bananenplantagen zu einem kleinen Obstshop, wo wir verschiedene Früchte verkosten konnten. Wir probierten auch frische Kokosmilch.

Anschließend ging es weiter zum Ausgangspunkt unserer Bootstour, entlang der Tortuguero Kanäle, Teil des gleichnamigen Nationalparks.

In den Mangroven sahen wir unter anderem Leguane, Brüllaffen, einen Eisvogel, verschiedene Arten von Reihern, ein Faultier aus nächster Nähe und sogar einen kleinen Kaiman. Unglaublich, was unsere Guides alles spontan entdecken konnten – vieles hätten wir selbst niemals wahrgenommen. Es hatte sich zugezogen und war drückend schwül.

Letzter Halt war am Strand Playa Bonita, der aber nicht sehr einladend war. Vielleicht lag es an dem starken Wind und der daraus resultierenden Düngung oder am bewölkten Himmel. Zudem wurde vor einigen Jahren das Korrellenriff aufgrund eines Erdbebens angehoben und freigelegt. Das hatte zur Folge, dass die Korallen abstarben und ein scharfkantiges Gestein zurückblieb.

Fazit: ein fantastischer Ausflug mit einem sehr sympathischen und kompetenten Guide. Volle Empfehlung!


24.02.2026

Colón (Panama)

Der Wecker klingelte um 04:50 Uhr – wie grausam. Als wir kurz auf den Balkon schauten, ging ein kräftiger Schauer mit starken Böen nieder. Es war so schwül, dass sogar die Spiegel im Zimmer beschlugen. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Ausflug. Später berichtete der Kapitän, dass es beim Anlegen aufgrund des starken Windes Probleme gegeben hatte und man beinahe den Hafen hätte ausfallen lassen müssen.

Nach dem Frühstück im Ankelmannsplatz hatte sich die Situation jedoch beruhigt. Das Schiff war bereits freigegeben, sodass es keinen Stau am Ausgang gab. Auch der Immigration-Stempel war schnell im Pass. Trockenen Fußes gelangten wir zum Treffpunkt von Bis Bald Tours und trafen dort unseren Tour-Guide Katja.

Bis Bald Tours ist eine kleine Industrie. Gute 20 Kleinbusse waren im Einsatz – und alles war perfekt organisiert.

Schnell hatten wir das wenig sehenswerte Colón hinter uns gelassen und fuhren über die Autobahn 9 in Richtung Pazifikküste. Es herrschte wenig Verkehr, sodass wir zügig vorankamen. Die Landschaft war saftig grün. Katja, eine deutsche Expat, die seit 12 Jahren in Panama lebt und arbeitet, gab während der Fahrt viele interessante Erklärungen.

Die Fahrt führte durch die Kanalzone, vorbei am historischen Verwaltungsgebäude des Kanals. Sofort fiel der typisch amerikanische Baustil auf.

Unser erstes Ziel war die Av. Amador, ein künstlicher Damm, der als Wellenbrecher die Einfahrt in den Kanal schützt.

Wir hielten an zwei Aussichtspunkten, von denen man schöne Ausblicke auf die Skyline von Panama City und die Puente de las Américas hatte, auf der die Panamericana den Kanal überquert. Im Vergleich zu heute Morgen war das Wetter inzwischen einfach nur traumhaft schön.

Die Weiterfahrt führte uns über den Damm in Richtung Altstadt, wo wir ausstiegen. Katja zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und gab kurzweilige Erklärungen. Anschließend hatten wir eine Stunde zur freien Verfügung. Wir waren versucht, einen Panama-Hut zu kaufen, konnten uns letztlich aber doch nicht dazu durchringen. Shopping ist halt nicht unsere Stärke. (Kommot-Aufzeichnung unseres Rundgangs).

Am anderen Ende der Altstadt holte uns der Bus wieder ab und wir fuhren zurück in Richtung Colón. Unterwegs gab es als Snack Bananenchips, die wir bereits von Roatán kannten.

Das nächste Highlight der Tour waren die Agua-Clara-Schleusen, die 2016 in Betrieb genommen wurden. Vom Besucherzentrum hatte man einen guten Blick auf die Anlage und den Gatún-See. Im Hintergrund sah man die elegante Puente Atlántico, die 2019 eröffnet wurde.

Gerade befand sich ein Schiff in der zweiten Stufe und wurde in Richtung Atlantik geschleust – eine recht langsame Prozedur. Etwas später wurde ein großer Tanker in Richtung Schleusen geschleppt, aber es hätte noch knapp 30 Minuten gedauert, bis der Schleusenvorgang begonnen hätte. So lange konnten wir leider nicht bleiben.

Der nächste Stopp waren die alten Gatún-Schleusen aus dem Jahr 1914. Die Fahrt dorthin führte über die Puente Atlántico, von der sich ein toller Ausblick bot. Schade nur, dass es keinen Aussichtspunkt gab, um Fotos zu machen.

Die alten Schleusen sind bidirektional und funktionieren nach einem anderen Prinzip: Die Schiffe werden hier nicht von Schleppern kontrolliert, sondern von Lokomotiven geführt. Obwohl die Schleusen kleiner sind, kann man deutlich näher herankommen, sodass sie fast noch eindrucksvoller wirkten. Wir hatten Glück, dass jeweils ein Schiff pro Richtung geschleust wurde.

Voller Eindrücke überquerten wir auf der Rückfahrt zum Schiff noch einmal die Puente Atlántico.

Fazit: Ein sehr lohnender und perfekt organisierter Ausflug. Eine klare Empfehlung für Bis Bald Tours! Und wieder einmal hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter.

Zurück auf dem Schiff hieß es dann erst einmal: auf dem Balkon entspannen.

Abends schauten wir uns die Travestie Show von Miss Chantal im Theater an.

TODO


25.02.2026

Cartagena (Kolumbien)

Die Einfahrt in den Hafen von Cartagena begann gegen 07:00 Uhr. Wir verfolgten die Vorbeifahrt an den kleinen vorgelagerten Inseln vom Fenster des Anckelmannsplatz aus. Eindrucksvoll präsentierte sich die Skyline im besten Fotolicht. Schon am frühen Morgen war es sehr heiß und schwül.

Das Schiff war bereits freigegeben. Der Ausgang führte durch einen kleinen Tierpark mit zahlreichen bunten, laut kreischenden Papageien.

Heute waren wir mit Karsten Bohlman von Maikabo Travels unterwegs. Treffpunkt war heute erst um 09:30 Uhr und wir waren angehalten uns nicht lange im Tierpark aufzuhalten, sondern gleich zum Treffpunkt zu kommen, der schnell gefunden war.

Die Zuordnung der Gruppen verlief allerdings etwas chaotisch – da waren andere private Anbieter deutlich besser organisiert. Gegen 10:00 Uhr ging es schließlich los.

Schon kurz nach der Abfahrt steckten wir im totalen Stau. Um den Großmarkt herum ging es teilweise nur im Schritttempo voran. Mopeds schlängelten sich überall durch den Verkehr, und das ständige Hupen erinnerte fast ein wenig an asiatische Großstädte.

Unser erster Stopp war ein Kloster Santa Cruz de la Pop, das hoch über der Stadt lag und eine fantastische Rundumsicht bot. Auch Papst Johannes Paul II. war bereits hier zu Besuch gewesen. Unser Guide Andy, ein Expat aus Bozen erklärte sehr anschaulich die geschichtlichen Zusammenhänge.

Schnell wurde uns klar, dass wir Cartagena als Kreuzfahrthafen unterschätzt hatten: viel spanische Geschichte, die Altstatd gerhört zum UNESCO-Weltkulturerbe und modere Hochhäuser prägten das Stadtbild. Aber auch viel Armut und dubiose Geldwäsche Machenschaften gehörten dazu. Trotz des üblen Rufs von Columbien fühlten wir uns in der Gruppe jederzeit sicher.

Als nächstes stand ein kurzer Fotostopp bei der mächtigen Festung San Felipe de Barajas auf dem Programm. Gegen einen kleine Obulus konnte man sich mit einer Palenquera fotografieren lassen, das sind afrokolumbianische Frauen, die in farbenfrohen Kleidern Obst auf dem Kopf durch Cartagena tragen.

Anschließend folgte ein Stadtrundgang durch die historische Altstadt (kommot-Aufzeichnung). Die Tour war mit allerlei kleinen landestypischen Verkostungen kombiniert – Dinge, die wir auf eigene Faust vermutlich nie probiert hätten.

Unter anderem gab es Arepa de Huevo, eine frittierte Maistasche mit Ei, weshalb man es bedenkenlos essen kann. Außerdem probierten kolumbianischen Kaffee, der etwas eigenartig schmeckte. Beim eindrucksvollen kleinen Blumenmarkt wurde der Saft aus der Frucht Lulo, die es nur in Kolumbien gibt. Er schmeckte sehr interessant. Dazu gab es Deditos de Queso, ein in Cartagena sehr beliebert Snack. Es handelt sich um frittierte Teigstangen, die mit geschmolzenem, salzigem Käse gefüllt sind. An der Ecke saßen sogenannte Schreiber, die mit alten Schreibmaschinen Dokumente erstellten.

Durch den kleinen Parque Del Centenario marschierten wir weiter in das hippe Stadtviertel Getsemaní, mit zahlreichen Bars und kleinen Geschäften verziert mit farbenfrohen Wandmalereien um die Plaza de la Trinidad herum.

Krönender Abschluss des Stadtrundgang war ein kühles Bier, Aguila, in der kleinen Bar Tienda Las Tablitas (hier). Dazu gab es leckere Kokosplätzchen. Das Etablissement stand zum Verkauf: 1,8 Millionen USD, kein schlechter Preis für eine verhaute Bretterbude. Anschließend brachte uns der Bus zurück zum Schiff, wo wir in aller Ruhe Fotos von den Papageien machten, die wir schon am Morgen gesehen hatten.

Fazit: der Ausflug war eines der Highlights der Reise! Unser Guide Andy war spitze. Volle Empfehlung für Maikabo Travels!

Um 18:00 Uhr hieß es schließlich Sailaway. Vom Balkon aus zog die Skyline von Cartagena noch einmal eindrucksvoll an uns vorbei. Auffällig war allerdings, dass in vielen der Hochhäuser kaum Licht brannte.


26.02.2026

Seetag

Was soll man sagen – der letzte Seetag der Reise war gekommen. Er begann mit einem gediegenen Frühstück im Esszimmer im Diamant. Wir hatten schönen Tisch am Fenster mit Blick auf das blaue Meer. Fast schon traditionell bestellten wir uns Egg Benedict als Eierspeise.

Am Vormittag hörten wir uns im Theater die nautische Fragestunde an. Der Kapitän erklärte die technische Ausstattung und Funktionsweise des Schiffes – ein sehr interessanter und kurzweiliger Vortrag.

Auf Deck 14 wehte ein starker Wind, sodass man sich beim Gehen richtig gegen den Wind stemmen musste. Zum ersten Mal waren trotz perfekten Sonnenscheins nicht alle Liegen aufgebaut. Einige der leeren Liegen wurden vom Wind sogar bewegt. Das Pooldeck auf Deck 12 hingegen war windgeschützt.

Nach dem Mittagessen packten wir unsere Koffer und setzten uns anschließend auf die windgeschützte Terrasse des Anckelmannsplatzes. Entspannt genossen wir noch einmal ausgiebig den Ausblick auf das blaue Meer.

Ein letztes Mal gönnten wir uns am Abend das gediegene 5-Gang-Menü im Atlantik auf Deck 3. Danach fand auf dem Pooldeck die Farewell Party mit der Verlosung der Seekarte statt. Der DJ sorgte für Stimmung und die Show-Truppe trat ebenfalls auf. Nach 23:00 Uhr dünnte der Wind das Publikum allerdings merklich aus.


27.02.2026

La Romana (Dom. Rep.)

Es half nichts – der letzte Tag war gekommen. Wir räumten die letzten Sachen in das Handgepäck und gaben die Kabine frei.

Danach hatten wir uns mit Birgit und Christian zum Frühstück auf der Terrasse des Anckelmannsplatz verabredet. Hier konnte man im Schatten bei einem Glas Sekt schön sitzen.

Wie erwartet, fanden wir die Koffer schnell in der Abfertigungahalle und auch der Check-in war rasch hinter uns gebracht. Das Wiegen der Koffer wurde sehr lax gehandhabt.

Wir chillten an Deck im Schatten und am Pool an Land. Das Schiff wurde schön von der Sonne angestrahlt. Später holten wir uns an der TUI Bar einen Drink. Ja, das Abhängen bis zum Transfer nervte etwas. Das mit einem Sprung in den Pool verbundene Umziehen war uns zu umständlich.

Der Transferbus brachte uns in 10 Minuten zum Flughafen. Gefühlt hustete der gesamte Bus. Es war genügend Zeit, um sich ausgiebig im Duty Free Shop umzusehen. Wir erstanden zwei Flaschen edlen Oliver Rums, der in der Dom. Republik hergestellt wird.

Pünktlich hob der Condor-Flug in Richtung Heimat ab. Diesmal klappte auch die Kopplung der ear buds mit dem Infotainment-System zu koppeln.


28.02.2026

Rückreise

Der Flug verlief ruhig und wir haben ganz gut geschlafen. Pünktlich landeten wir in Frankfurt und parkten auf eine Außenposition. Beim Aussteigen begrüßte uns ein Hauch von Frühling – wie angenehm.

Wir nahmen einen verspäteten früheren ICE, der zum Glück nicht voll war, sodass wir problemlos einen Sitzplatz fanden.

Eine wunderschöne Reise ging zu Ende.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 07. März 2026 20:08