Mittelmeer Kanaren Kreuzfahrt

23.10.-02.11.2025

Diese Kreuzfahrt war in zweierlei Hinsicht ein Novum für uns: Zum einen handelte es sich um unsere erste Transreise, zum anderen waren wir erstmals mit der Mein Schiff Relax, der neuen Schiffsklasse von TUI Cruises, unterwegs. Entsprechend groß war die Vorfreude.

Da wir um diese Jahreszeit keine vernünftigen Gabelflüge gefunden haben, entschieden wir uns für den "Rundum-sorglos-Anreisepakets. Die zugeteilten Flugzeiten waren günstig, sodass wir zumindest auf Mallorca noch etwas unternehmen konnten.

Der Reiseplan brachte ein weiteres Novum: Wir betraten zum ersten Mal das spanische Festland. Auch in den anderen Häfen waren wir zuvor noch nicht gewesen. Die Wege in die Städte waren kurz, sodass organisierte Ausflüge nicht notwendig waren und man die Orte problemlos zu Fuß auf eigene Faust erkunden konnte. Alle Destinationen gefielen uns sehr gut, nur Teneriffa enttäuschte etwas.

Lissabon, eines der Highlights der Reise, fiel aufgrund eines Lotsenstreiks leider aus. Schade, denn wir hatten uns intensiv vorbereitet darauf vorbereitet. TUI Cruises konnte daran jedoch nichts ändern. Als Ersatz wurde Málaga organisiert, was sich ebenfalls als interessant erwies – eine beeindruckende logistische Leistung, dies so spontan umzusetzen.

Das Wetter war für die Jahreszeit hervorragend. Im Mittelmeer wurde es abends an Deck etwas frisch, sodass ein Fleece nötig war. In Richtung Kanaren stiegen die Temperaturen merklich. Die Entscheidung für den Gebietswechsel des Schiffs war also nachvollziehbar.

Die See war weitgehend ruhig. Nur auf dem Weg nach Madeira gab es Windstärke 7 und bis zu vier Meter hohe Wellen. Dank moderner Stabilisatoren meisterte das Schiff diese Bedingungen problemlos. Mit einem Hoodie geschützt, ließ es sich auf dem Mistral Deck gut aushalten.

Wir waren sofort vom neu gestalteten Pooldeck begeistert, das viele kleine, gemütliche Bereiche bietet. Der große Pool mit der gefälligen Überdachung ist ein echter architektonischer Hingucker.

PooldeckMistral Deck
PooldeckMistral Deck

Besonders gefiel uns das etwas abgelegene Mistral Deck 19, wo man in Adirondack-Stühlen entspannt sitzen und den Blick nach vorne genießen kann – bei der alten Baureihe nur vom Spa-Bereich aus möglich. Getränke gibt es an der kleinen Bar um die Ecke. Auch die bequemen Sessel unterhalb des Infinity-Pools gehörten zu unseren Lieblingsplätzen, von denen man das Treiben an Deck gut beobachten kann.

Die Innengestaltung auf Deck 4 und 5 überzeugte ebenfalls. Zahlreiche kleine Bars und ruhige Ecken luden zum Entspannen ein. Besonders schön ist das Chalet, wo man am Fenster oder Kamin einen Digestif oder Espresso nach dem Essen genießen kann – sehr empfehlenswert. Das Restaurant ist kostenpflichtig, die Bar jedoch nicht.

Street Art BarChalet
Street Art BarChalet

Trotz der größeren Anzahl an Passagieren wirkte das Schiff nie überfüllt. Auch an Seetagen bei schönem Wetter war es leicht, einen Platz an Deck zu finden.

Unsere Balkonkabine befand sich auf Deck 11 auf der Backbordseite (ungerade Nummern) und lag an Seetagen in Richtung Westen auf der Sonnenseite – besonders angenehm zu dieser Jahreszeit.

BalkonkabineTiere im Bett
BalkonkabineTiere im Bett

Die Innenausstattung in Apricot setzte warme Akzente. Das Bad war großzügig, und die Kabine bot ausreichend Stauraum für Kleidung. Zweimal täglich sorgte ein perfekter Zimmerservice für Ordnung, wobei die Bettdecken kunstvoll zu Tieren gefaltet wurden.

Das kulinarische Angebot war, wie gewohnt bei Mein Schiff, hervorragend und ließ keine Wünsche offen. Dank des reichhaltigen und hochwertigen All-inclusive-Angebots verzichteten wir auf kostenpflichtige Restaurants.

Zum Frühstück besuchten wir das große Buffet-Restaurant Harbour-Market, den Nachfolger des Anckelmannsplatzes. Die Auswahl war riesig, und man konnte sich frische Omeletts zubereiten lassen. Wer etwas außerhalb der Stoßzeiten kommt, findet ein entspannte entspannte Atmosphäre ohne großen Andrang. Im Vergleich dazu war der Buffetbereich im Atlantik zu eng und bot nur ein reduziertes Angebot. Das konnte das stilvolle Ambiente nicht kompensieren. Ein besonderes Erlebnis war ein gediegenes Frühstück im Høfde mit Blick aufs Meer und frisch zubereitetem Eggs Benedict – an einem Seetag ein perfekter Start in den Tag.

Unser Lieblingsplatz zum Mittagessen an Seetagen war das französische Bistrot Sur Mer auf Deck 5. Zwiebelsuppe, Coq au Vin und Mousse au Chocolat Tricolore waren einfach nur köstlich, dazu ein Gläschen Weißwein – und bei Sonne draußen zu sitzen, fühlte sich wie „Gott in Frankreich“ an. Sehr zu empfehlen!

Abends überzeugte das Atlantik mit seinem stilvollen Ambiente und dem 5-Gang-Wahlmenü – ein kulinarischer Höhepunkt, der allerdings etwas Zeit in Anspruch nimmt. Gelegentlich dauerte es uns zu lange. Beim Griechen, Taverna Dionysos auf Deck 5 waren die Portionen groß und lecker, was oft zu längeren Warteschlangen führte. Die Osteria war geschmacklich etwas schwächer.

Zahlreiche Bars waren über das Schiff verteilt, sodass man auch mit Getränken immer gut versorgt war. Das Angebot variierte jedoch: Cocktails gab es beispielsweise an der Agora Bar nicht, sie mussten von Bar 17 am Heck geholt werden. Traditionsgemäß war Jack-Cola der Favorit von Werner und Christian.

HøfdeCaptain's Bar
HøfdeCaptain's Bar

Etwas abseits, hinter der Osteria, liegt die gediegene Captain’s Bar mit Blick nach vorne. Hier werden exklusive Spezialitäten-Cocktails serviert, die mit Trockeneisrauch effektvoll serviert werden – ein Erlebnis, das man sich gönnen sollte.

Das Unterhaltungsprogramm ist traditionell nicht die Stärke von Mein Schiff. Die Vorstellungen des Bauchredners und des Zauberers waren eher mittelmäßig. Dafür begeisterten White Night und Halloween Party auf dem Pooldeck bei angenehmen Temperaturen. Auch die Rock-Show im Theater war gut gemacht.

Rock Show im TheaterPool Party
Rock Show im TheaterPool Party

Als Gastkünstler rissen die beiden Brüder Mitchy und André mit ihren Sing-Alongs das Publikum mit und sorgten für großartige Stimmung.

Ein besonderes Highlight war die Burlesque-Show im La Cage, dessen mit rotem Samt verkleidete Wände für eine passende Atmosphäre sorgten. Wir hatten die Plätze lange im Voraus reserviert.

Wir hörten die Nachrichten über den Hurrikan, der über Jamaika hinwegfegte, und machten uns Sorgen – sowohl um die Menschen als auch um unsere nächste Kreuzfahrt. Zum Glück stellten sich die Schäden weniger gravierend heraus als zunächst befürchtet.

Fazit: Eine tolle Reise mit einem tollen Schiff!


23.10.2025

Anreise

Es war einer dieser nasskalten, windigen Herbsttage. Umso größer war die Freude darüber, ein paar sonnige Tage im Süden verbringen zu können.

Ein Uber brachte uns bequem zum Hauptbahnhof. Wie zu erwarten war, hatte der Zug Verspätung. Die Fahrt mit der S8 ab Pasing zog sich gefühlt in die Länge, da immer wieder gewartet werden musste, bis die Einfahrt in den nächsten Bahnhof möglich war.

Nachdem wir unsere Koffer am Bag Drop der Lufthansa aufgegeben hatten, schlenderten wir noch etwas über das Flughafengelände, bevor wir im Airbräu einkehrten. Zur Sicherheit hatten wir einen Tisch reserviert. Der Schweinebraten und vor allem der süffige „1918 Revolutionär“ sind sehr zu empfehlen.

Urlaubsauftakt ...... im Airbräu
Urlaubsauftakt ...... im Airbräu

Die Buslinie 512 brachte uns in nur zehn Minuten zum Moxy Munich Airport. Die Haltestelle befindet sich direkt vor dem Hotel – äußerst praktisch. Dank unserer Bonvoy-Mitgliedschaft durften wir uns zum Abschluss noch über einen kostenlosen Absacker an der Bar freuen.

 

24.10.2025

Palma de Mallorca

Der Wecker klingelte unchristlich früh um 04:45 Uhr. Viel Schlaf hatte das Hotel nicht gebracht, aber zumindest mussten wir uns keine Gedanken über den morgendlichen Stau am Allacher Tunnel machen.

Da das Frühstück im Moxy erfahrungsgemäß nicht besonders überzeugend ist, fuhren wir direkt mit dem Bus zum Terminal und frühstückten entspannt bei McDonald’s. Unser Discover-Flug 4Y450 stand bereits auf der Anzeigetafel.

Boarding und Abflug verliefen ruhig und problemlos, sodass wir noch vor dem angekündigten Sturm abhoben.

Der Flug selbst war angenehm ruhig. Das Bergpanorama der Schweiz blieb allerdings hinter dichten Wolken verborgen. Sobald wir jedoch das Mittelmeer erreichten, klarte es auf und wir konnten die Küstenlinie sehen. Eine Reihe vor uns saß eine Boygroup mit dem offensichtlich Ziel Ballermann, die bereits im Flieger ordentlich vorglühte.

Gepäckausgabe, Transfer zum Schiff und Check-in funktionierten reibungslos. Schnell die kurzen Hosen aus dem Handgepäck geholt, dann ging es direkt zum Buffet auf Deck 16. Nach einem ersten Rundgang über das neu gestaltete Pooldeck war unsere Kabine bereits bezugsfertig und die Koffer standen vor der Tür – um 13:30 Uhr waren wir startklar.

Da der Weg ins Stadtzentrum recht weit und wenig attraktiv war, nutzten wir den vom Schiff angebotenen Shuttlebus (15 € pro Person und Tag), der uns direkt zur Kathedrale brachte.

Die imposante Kathedrale präsentierte sich gemeinsam mit dem Königspalast im schönsten Fotolicht. Da uns der Eintritt in die Kathedrale zu teuer erschien, besuchten wir zunächst die Banys Àrabs, die arabischen Bäder aus maurischer Zeit (3,50 €/P).

KathedrahleArabische Bäder
KathedrahleArabische Bäder

Anschließend schlenderten wir durch die Stadt zum Mercat de l’Olivar. Zahlreiche Geschäfte und immer wieder charmante Ecken luden zum Verweilen ein. Über die Basilika Sant Miquel, den Passeig del Born mit seinen edlen Boutiquen und den schattigen L’Hort del Rei ging es zurück zum Königspalast, wo zahlreiche Wandteppiche zu bestaunen waren. Von der Terrasse bot sich ein schöner Blick auf die Bucht und den Hafen.

Ein fantastisches 5-Gang-Menü setzte am Abend den ersten kulinarischen Höhepunkt der Reise. Anschließend trafen wir uns noch mit Birgit und Christian.

Im Atlantik
Im Atlantik

Den Sail-away um 22:00 Uhr verbrachten wir an der Agora Bar bei Disco-Musik und dem einen oder anderen Jack Cola. Ein perfekter Auftakt!


25.10.2025

Seetag

Der Tag begann mit einem Kaviarfrühstück im Atlantik. Die ansonsten gediegene Atmosphäre konnte jedoch nicht vollständig überzeugen, da der Buffetbereich für die Größe des Raumes zu klein bemessen war und es dadurch zu Gedränge kam.

Kaviar Frühstück
Kaviar Frühstück

Den Vormittag verbrachten wir mit einem ausgedehnten Rundgang über das Schiff. Besonders die gelungene Architektur des neu gestalteten Pooldecks überzeugte uns auf Anhieb. Auffallend war, dass es trotz der höheren Passagierzahlen ausreichend freie Liegen gab. Im Inneren boten die Decks 4 und 5 zahlreiche geschmackvoll gestaltete Sitzecken sowie kleine Bars, die zum Verweilen einluden.

Am Bug auf Deck 5<em>Atlantik Bar</em>
Am Bug auf Deck 5Atlantik Bar

Wir kamen mit einem Paar aus Uslar an der Weser ins Gespräch – ein Ort, den wir vor einigen Monaten auf unserer Tour über den Weserradweg passiert hatten. Ja, die Welt ist klein.

Die Sonne strahlte bei angenehmen Temperaturen, leichtem Wind und spiegelglatter See. Ja, so ein Seetag hat wirklich etwas Besonderes.

Zum Mittagessen kehrten wir im Sur la Mer ein: Zwiebelsuppe, Coq au Vin mit Trüffelkartoffelpüree und eine Schokoladenmousse, begleitet von einem Glas Wein. Alles in entspannter Atmosphäre mit Service am Platz. Eine klare Empfehlung!

Lecker Essen ...... im <em>Sur Mer</em> Bistro
Lecker Essen ...... im Sur Mer Bistro

Am Nachmittag meldete sich der Kapitän mit einer wichtigen Durchsage: Aufgrund eines Lotsenstreiks kann der Hafen von Lissabon nicht wie geplant angelaufen werden. Stattdessen steuert das Schiff zurück nach Málaga. Wir waren etwas enttäuscht, denn Lissabon zählte für uns zu den Höhepunkten der Reise, und wir hatten bereits einiges für diesen Tag geplant.

Entspannung auf ...... dem Balkon
Entspannung auf ...... dem Balkon

Wir verbrachten einige Zeit entspannt auf dem Balkon und informierten uns über den neuen Zielhafen, der sich bei näherer Betrachtung ebenfalls recht ansprechend las. Man muss das Beste daraus machen.

Das Traumwetter lud zu einem kurzen Sprung in den recht erfrischenden großen Pool ein. Auf der rechten Seite des Schiffes war stets die eher karge Küstenlinie des spanischen Festlands zu sehen. Trotz einiger Kinder an Bord empfanden wir es keineswegs als überfüllt.

spanische Küste
spanische Küste

Das 5-Gänge-Menü im Atlantik überzeugte am Abend mit hervorragender Küche, stilvollem Ambiente und ausgesprochen freundlichem Service.

Im Theater stellte sich der Kapitän und seine leitende Offiziere vor. Da das Essen sich doch hingezogen hat, wir waren etwas spät dran und haben nur noch einen Stehplatz bekommen.

Das Highlight des Abends war der Sing-Along bei der Augora Bar. Die beiden Brüder Mitchy und André sorgten mit ihrer mitreißenden Art für beste Stimmung. An Deck war es inzwischen frisch geworden, dass ein Fleece empfehlenswert war.

Nach der musikalischen Anstrengung meldete sich noch der kleine Hunger, den wir mit Currywurst und Pommes im Bistro stillten – ebenfalls sehr fein.

Vor dem Schlafengehen genossen wir vom Balkon aus den Blick auf die Lichter Afrikas.


26.10.2025

Cádiz

Es war noch dunkel, als ein kleines Boot den Lotsen an Bord brachte und wir in den Hafen von Cádiz einliefen. Sofort fiel unser Blick auf die markante Kathedrale, die sich deutlich vom Stadtbild abhob. Der Himmel war leicht bewölkt, doch es war angenehm warm und nicht wie vorhergesagt regnerisch.

Im Harbour Market herrschte um 8:00 Uhr Frühstücks-Peakzeit, sodass es gar nicht so einfach war, einen freien Tisch für vier Personen zu finden. Da das Buffetrestaurant jedoch deutlich weitläufiger als das Atlantik ist, kam es an den Ausgabestationen erfreulicherweise trotzdem zu keinem Gedränge.

Das Schiff lag sehr zentral an der Muelle de Cruceros, von wo aus man in etwa 15 Minuten die Puerta del Mar Gaditana, das Tor zur Altstadt, bequem zu Fuß erreichen konnte.

Puerta del Mar GaditanaKathedrahle
Puerta del Mar GaditanaKathedrahle

Unser Spaziergang führte uns zunächst zur Kathedrale, deren Fassade offenbar erst kürzlich renoviert worden war, und anschließend entlang der Promenade bis zum Castillo de San Sebastián (Eintritt frei), das über einen schmalen Damm gut erreichbar ist.

Inzwischen hatte das Wetter vollständig aufgeklart, und in der Sonne war es angenehm warm. Der Blick auf das tiefblaue Meer und die von der Ebbe freigelegten Felsen war schlicht großartig.

Castillo de San SebastiánStrand La Celeta
Castillo de San SebastiánStrand La Celeta

Wir folgten der Promenade weiter, vorbei am Strand La Caleta und dem Castillo de Santa Catalina, bis zum kleinen Parque Genovés, der mit einem fotogenen Wasserfall überraschte.

Mandarinenbäume säumten den Weg zurück ins Zentrum – ein für uns ungewohntes, aber sehr reizvolles Bild. Beim Gran Teatro Falla lud eine kleine Bar im Schatten zu einer kurzen Rast ein. „Una cerveza grande, por favor!“ – und schon ging es uns deutlich besser. Überraschend waren die insgesamt sehr moderaten Preise.

In den verwinkelten Gassen der Altstadt herrschte inzwischen reger Betrieb. Besonders ins Auge fielen die kleinen, hübschen Balkone mit bunt lackierten Blumentöpfen. Erstaunlich war zudem, dass – wie auch schon in Palma – die Weihnachtsbeleuchtung bereits angebracht war, was uns für Ende Oktober recht früh erschien.

AltstadtBalkone
AltstadtBalkone

Von der Aussichtsplattform des Torre Tavira (8 €/P) bot sich eine fantastische Aussicht über das weiße Häusermeer, die Kathedrale und das blaue Meer. Im Hintergrund zeichnete sich die mächtige Silhouette der Mein Schiff Relax ab. Im Turm befindet sich zudem eine Camera Obscura, für die uns leider die Zeit fehlte.

Ausblicke vom ...... Torre Tavira
Ausblicke vom ...... Torre Tavira

Die angrenzenden Markthallen waren sehr voll und luden nicht wirklich zum Verweilen ein.

Fazit: Cádiz ist ein äußerst lohnender Hafen mit einer charmanten Altstadt voller Flair.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir entspannt auf dem Pooldeck, genossen bei einem Aperol Spritz die angenehme Sonne und die grandiose Aussicht auf die Stadt sowie die weit geschwungene Brücke.

das Leben ist schön
das Leben ist schön

Zum Abendessen entschieden wir uns für das große Buffet. Vermeidet man die Stoßzeiten, kann man hier sehr entspannt, abwechslungsreich und qualitativ hochwertig essen. Das Highlight des Abends war ein ganzes Spanferkel.

Das Highlight des Abends war die „Burlesque-Roulette“ Show im La Cage (39€/P), die wir bereits im Voraus gebucht hatten. Um uns die besten Plätze zu sichern, stellten wir uns schon eine Stunde vor Saalöffnung in die Warteschlange – eine gut investierte Zeit.

Burlesque im <em>La Cage</em>
Burlesque im La Cage

Die 90-minütige Show in Verbindung mit dem samtigen Ambiente des La Cage war ein absolutes Erlebnis. Die Darbietungen waren ausgesprochen stilvoll, die Damen echte Hingucker. Absolute Empfehlung!


27.10.2025

Málaga

Der Ausstieg erfolgte heute über eine Gangway auf Deck 4, die nach dem Anlegen quietschend in Position gebracht wurde. Auf der Backbordseite brauchte man da definitiv keinen Wecker mehr.

Wir frühstückten heute etwas früher, bereits um 7:30 Uhr, was sich als sehr angenehm erwies, da deutlich weniger Andrang herrschte. Das frisch zubereitete Omelett schmeckte ausgezeichnet. Der anhaltende Regen ließ zunächst keine Eile aufkommen, doch am Horizont zeichnete sich bereits ein heller Streifen ab. Als wir gegen 9:00 Uhr das Schiff verließen, hatte der Regen aufgehört. Im Terminal bot die lokale Touristeninformation kostenlose Stadtpläne an – sehr praktisch.

Der Weg entlang des Piers in die Stadt war nicht weit. Direkt neben dem Terminal befand sich ein relativ langer Stadtstrand. Im Wasser tummelte sich eine Gruppe Delfine. Der Weg war von Palmen gesäumt, und immer wieder entdeckten wir grüne Sittiche in den Zweigen. Insgesamt wirkte die Umgebung noch etwas trostlos, und auch die Luxusyachten im Hafen machten einen eher verlassenen Eindruck. Im Vergleich zu Cádiz prägten hier zahlreiche Hochhäuser das Stadtbild, was Málaga etwas von seinem Charme nahm.

Die imposante Kathedrale war noch geschlossen und aufgrund der verwinkelten Gassen der Altstadt nur schwer zu fotografieren. Wir schlenderten weiter in Richtung Mercado de Atarazanas. Zufällig kamen wir an der Fábrica de Pastéis de Nata vorbei, wo die bekannten portugiesischen Puddingtörtchen verkauft wurden (2,70 € pro Stück) – köstlich! So kamen wir unverhofft doch noch zu einem kleinen Lissabon-Erlebnis.

Puddingtörtchen aus LissabonEdler Schinken im Mercado
Puddingtörtchen aus LissabonEdler Schinken im Mercado

Der Mercado selbst war ein echtes Erlebnis. Wir probierten Oliven und regionalen Schinken, der kunstvoll hauchdünn von einer ganzen Keule geschnitten wurde – alles ausgesprochen lecker. Man hörte viele deutsche Stimmen, und die Händler hatten sicher viel Freude an den Touristen, die begeistert verkosteten, aber nicht immer kauften.

Hinter der Kathedrale führte ein relativ steiler Fußweg hinauf zum Castillo de Gibralfaro. Vom Mirador bot sich ein wunderbarer Blick über die Stadt und auf die im Hafen liegende Mein Schiff Relax, zumal sich zunehmend die Sonne durchsetzte. Markant war auch die direkt unterhalb gelegene Stierkampfareana. Wir hatten den perfekten Zeitpunkt erwischt – später hätte starkes Gegenlicht geherrscht.

Ausblicke vom ...... Mirador de Gibralfaro
Ausblicke vom ...... Mirador de Gibralfaro

Auf eine Besichtigung der Burg verzichteten wir und kehrten stattdessen auf ein Bier in einem etwas tiefer gelegenen Hotel ein, bevor wir uns entspannt auf den Rückweg machten. Das Teatro Romano am Fuße der Festung Alcazaba präsentierte sich dabei besonders schön im Sonnenlicht.

Teatro RomanoEl Pimpi
Teatro RomanoEl Pimpi

Zurück in der Stadt schlenderten wir noch durch die Gassen. Inzwischen war es sonnig geworden, und es herrschte reger Betrieb. Eigentlich wollten wir noch in einer typischen Tapas-Bar einkehren, doch die Bodega di Pimpi war völlig überlaufen und lud nicht wirklich zum Verweilen ein. Da wir keine passende Alternative fanden, machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Schiff.

Auf dem Weg dorthin schauten wir noch an der Stierkampfarena vorbei, doch für ein „mal eben Reinschauen“ waren uns die 14 € Eintritt pro Person zu teuer. In der Sonne wirkte der Hafen mit dem bunten Würfel des Centre Pompidou und dem kleinen weißen Leuchtturm auf der Mole gleich deutlich freundlicher.

StrandAusblick vom Pooldeck
StrandAusblick vom Pooldeck

Den Rest des Tages verbrachten wir an Deck in der angenehmen Sonne und genossen den schönen Blick über die Bucht, die dahinter liegenden Berge sowie die beiden Festungen, die wir besucht hatten. Im Schatten wurde es allerdings schnell zu kühl zum Sitzen. Der Kapitän meldete sich mit der Information, dass es morgen Abend mit Windstärke 7–8 und bis zu vier Metern Welle etwas „sportlich“ werden könnte – wir waren gespannt, was da auf uns zukommen würde. Passend zur blauen Stunde ertönte um 18:00 Uhr das Horn zum Sail Away, was wir bei einem Drink an der Agora Bar genossen.

Vor dem Griechen hatte sich eine lange Warteschlange gebildet, sodass wir uns erneut für das 5-Gänge-Menü im Atlantik entschieden, das wieder einmal hervorragend schmeckte.

Das Duo an der Agora Bar wirkte anschließend etwas einschläfernd – oder lag es doch an den Heizstrahlern unter dem Dach? Für deutlich bessere Stimmung sorgten später die Shantys zum Mitsingen im Atrium. Die beiden Brüder waren wirklich großartig!

Shanty Sing AlongSilent Disc
Shanty Sing AlongSilent Disc

Zum Abschluss schauten wir noch bei der Silent Disco vorbei, bei der drei DJs gleichzeitig auflegten. Doch ganz ohne spürbaren Bass fehlte uns dann doch etwas.


28.10.2025

Seetag

Heute Morgen begrüßten uns graue Wolken und ein frischer Wind auf dem Balkon. Der Tag begann mit einem gediegenen Frühstück im Høfde (8,50 €/P), wo wir an einem Tisch am Fenster die auf einer Etagere servierten Speisen genossen. Highlight war ein frisch zubereitetes Egg Benedict.

Egg Benedict
Egg Benedict

Anschließend vertraten wir uns im Inneren des Schiffes die Beine.

In seiner morgendlichen Durchsage erklärte der Kapitän, dass wir momentan etwas schneller unterwegs seien, um bei dem für den Abend vorhergesagten starken Seegang langsamer fahren zu können. Windstärke 8 und vier Meter Wellen waren angekündigt!

Werner schaute sich den Saunabereich an – sehr schön gestaltet, allerdings wie bei diesem Wetter zu erwarten entsprechend voll. Der Außenbereich war wegen des starken Windes gesperrt, sodass alle Liegen im Innenbereich belegt waren.

Entspannung am ...... Seetag
Entspannung am ...... Seetag

Zum Mittagessen kehrten wir beim Franzosen ein: Zwiebelsuppe, Coq au Vin und Schokoladenmousse, dazu ein leckerer Weißwein. Sehr fein! Anschließend noch ein Espresso und ein Grappa im Chalet mit Blick aus dem Fenster. Hier lässt es sich wirklich ruhig und entspannt sitzen.

Im Laufe des Nachmittags kam zunehmend die Sonne heraus, und wir verbrachten den Rest des Tages an Deck. Vorne auf dem Mistraldeck (Deck 19) blies der Wind zwar ordentlich, aber mit Hoodie war es nicht kalt. Wir saßen eine geraume Weile in den türkisen Adirondack-Sesseln und genossen die angenehme Ruhe dieser etwas abgelegenen Ecke des Schiffs. Dazu fantastische Ausblicke nach vorne auf das blaue Meer und ein Drink von der nahegelegenen Bar – uns ging es sehr gut!

steife Briese ...... auf dem Mistral Deck
steife Briese ...... auf dem Mistral Deck

Der Pool lag im Schatten, und zum Schwimmen war es – bis auf ein paar Hartgesottene – deutlich zu frisch.

Da uns nach dem 3-Gänge-Mittagsmenü nicht nach Atlantik zumute war, probierten wir abends den Griechen aus. Ebenfalls sehr fein, allerdings mit überraschend großen Portionen. Natürlich stilecht gab es dazu Ouzo und Metaxa.

Nach dem Essen schauten wir uns den Zauberer im Theater an, dessen Show etwas langatmig war. Vorne am Bug waren die Bewegungen des Schiffes nun deutlich spürbar – irgendwann stoßen eben auch die Stabilisatoren an ihre Grenzen.´

Anschließend waren Schlager auf dem Deck geplant, die wegen Regens jedoch ins D4 verlegt werden mussten. Der Trupp schwächelte und ging schließlich ins Bett, zumal wir am nächsten Morgen früh los wollten.


29.10.2025

Funchal (Madeira)

Es war noch dunkel, als das Schiff an der Cais de Cruzeiros festmachte. Eindrucksvoll schmiegte sich das beleuchtete Häusermeer an den Hang. Langsam schob sich die Sonne über den Horizont und tauchte die Stadt in warmes Licht. Im Hintergrund zeigte sich sogar ein kleiner Regenbogen – schön anzuschauen, aber auch ein Zeichen, dass es regnete.

Um 6:45 Uhr war es im Harbour Market noch angenehm ruhig, sodass man entspannt das reichhaltige Angebot an Speisen genießen konnte. Kurz nach 8:00 Uhr verließen wir das Schiff.

Den Mietwagen hatten wir bereits im Juni online bei Auto Rent A Car gebucht (86 € für die Seat-Arona-Klasse). Direkt am Pier gab es kein Büro, stattdessen standen die Wagen auf einem kleinen Parkplatz zur Abholung bereit. Dank der WhatsApp-Nummer, die wir vorab erhalten hatten, fanden wir schnell zueinander.

Die Übergabe des Fahrzeugs klappte einwandfrei. Die Kaution von 200 € wurde per Kreditkarte hinterlegt, den Mietpreis bezahlten wir bar. Das Auto war nahezu neu, sauber und bot ausreichend Platz für vier Personen.

Die Route hatten wir bereits zu Hause mithilfe von Google Maps gründlich vorgeplant. Allerdings riet uns die Vermieterin von der steilen Abfahrt auf der ER209 ab und zeigte uns Bilder von Unfällen. Wie sich später herausstellte, hätte diese Strecke angesichts der Wetterlage ohnehin wenig Sinn gemacht.

Unser erstes Ziel war der Skywalk am Aussichtspunkt Cabo Girão (3 €/P). Es herrschte wenig Verkehr, und mit Google Maps fanden wir problemlos den Weg. Schnell wurde klar, dass Madeira von steilen Bergen geprägt ist – dank Automatikgetriebe war das Fahren jedoch völlig entspannt. Da wir früh unterwegs waren, fanden wir problemlos einen Parkplatz auf dem relativ kleinen Areal. Etwas später trafen die ersten Jeep-Touren vom Schiff ein, und es wurde rasch sehr voll.

Cabo Girão - 580m hohe KlippeBlick Richtung Funchal
Cabo Girão - 580m hohe KlippeBlick Richtung Funchal

Die Aussicht von der 580 Meter hohen Klippe – der höchsten Europas – war atemberaubend. Der Glasboden ermöglichte einen senkrechten Blick direkt in die Tiefe. Die Stadt lag im Gegenlicht, doch das Zusammenspiel von Wolken und Sonne sorgte dennoch für eindrucksvolle Fotos. Die besten Lichtverhältnisse hat man hier vermutlich eher am Abend.

Die Weiterfahrt führte uns in Richtung São Vicente. Nach Ribeira Brava begann die Straße deutlich anzusteigen, und die Wolken kamen immer näher. Wir vermieden den Tunnel und fuhren über den Pass (ER105).

Unterwegs hielten wir am Miradouro de Serra de Água sowie am Miradouro do Pico da Murta. Die Landschaft wirkte sehr eindrucksvoll und leicht mystisch. Einige von Waldbränden verkohlte Stellen fügten sich überraschend stimmig ins Gesamtbild.

Miradouro do Pico da MurtaAuffahrt zum Encumeada Pass
Miradouro do Pico da MurtaAuffahrt zum Encumeada Pass

Leichter Nieselregen setzte ein, und auf der Passhöhe Encumeada trieb ein kräftiger Wind die Nebelschwaden vor sich her. An ein Aussteigen war nicht zu denken – doch auch das hatte seinen ganz eigenen Charme.

Während der Abfahrt lichtete sich der Nebel allmählich, dennoch blieb es sehr trüb. Bald erreichten wir den eher schmucklosen Ort São Vicente und legten am Vulkanstrand einen kurzen Stopp für eine Zigarettenpause ein.

Ein steiles und enges Gässchen führte hinab zum Parkplatz am kleinen Hafen von Seixal. Dort befindet sich ein pittoreskes Naturschwimmbad, das durch ein Loch in der Wolkendecke genau im richtigen Moment angestrahlt wurde. So entstand ein schöner Kontrast zwischen den tiefschwarzen Vulkanfelsen und der türkis-weiß schäumenden Brandung. Weniger Glück hatten wir mit den eindrucksvollen Klippen weiter östlich, die sich hartnäckig hinter Schauerwolken versteckten.

Steilküste bei SeixalPraia da Ribeira do Segredo
Steilküste bei SeixalPraia da Ribeira do Segredo

Der nächste Stopp führte uns zur markanten Felsnadel Praia da Ribeira do Segredo, wo wir ein wenig auf den großen, runden Kieseln herumkletterten.

In Porto Moniz parkten wir auf dem kostenlosen Parkplatz P7 oberhalb des Schwimmbädes, von dem ein kurzer Fußweg hinab zum Meer führte. Wir schlenderten an der Promenade entlang zu den natürlichen Becken am anderen Ende der Stadt und beobachteten das bunte Treiben im Wasser.

Porto Moniz SchwimmbadNaturbecken
Porto Moniz SchwimmbadNaturbecken

Leider war es noch etwas bewölkt, sodass die beeindruckende Szenerie nicht ganz zur Geltung kam. Spätestens jetzt waren wir uns jedoch sicher: Madeira ist definitiv eine Reise für sich wert. Unser letzter Versuch war ja aufgrund von COVID gescheitert.

Bevor wir weiterfuhren, stärkten wir uns mit einer Pizza und einem Coral Bier, das auf Madeira gebraut wird.

Ursprünglich hatten wir geplant, über den Feenwald zurückzufahren. Unabhängig von der steilen Abfahrt hätte das bei der aktuellen Wolkenlage jedoch wenig Sinn ergeben. Also beschlossen wir, die Route entlang der sonnigeren Südküste zu nehmen.

Unser nächstes Ziel war der Leuchtturm Farol da Ponta do Pargo. Noch einmal ging es über eine kurvige Passstraße durch einen wunderschönen Wald, der im Nebel leicht gespenstisch wirkte. Gefühlt waren nur Touristen in den typischen kleinen Mietwagen unterwegs. Für die 22 Kilometer benötigten wir 38 Minuten.

Der kleine Leuchtturm steht auf einer hohen Klippe und bot eine gigantische Aussicht auf das Meer und die Steilküste. Vom Meer her näherte sich eine kräftige Schauerzelle, vor der wir uns gerade noch rechtzeitig ins Auto retten konnten.

Steilküste beim Farol da Ponta do PargoPonta do Sol
Steilküste beim Farol da Ponta do PargoPonta do Sol

Die Weiterfahrt verlief anschließend entspannt und zügig durch zahlreiche Tunnel, unterbrochen von einigen Kreisverkehren. Immer wieder eröffneten sich sehr schöne Ausblicke auf die grüne Landschaft und das Meer. Die liebliche Südküste machte ihrem Ruf alle Ehre.

Wir verließen die Hauptstraße für einen Abstecher nach Ponta do Sol, wo wir uns 2022 schon einmal einquartieren wollten. Der Ort war sehr gut besucht, und die Polizei regelte den Verkehr. Mit etwas Glück ergatterten wir einen halblegalen Parkplatz direkt an der Promenade.

Am Ende der Bucht befindet sich ein kleiner Felsvorsprung, von dem sich bei strahlendem Sonnenschein eine schöne Aussicht auf die Steilküste und die Bucht bot. Der kleine Strand mit seinen großen Kieselsteinen wirkte allerdings nicht besonders einladend – da hat Amrum wohl die Maßstäbe verschoben. Auffällig war zudem, dass es entlang der Promenade kaum Cafés oder Restaurants gab.

Letzter Programmpunkt unserer Rundfahrt war der Miradouro Pico do Barcelos oberhalb von Funchal. Je höher wir kamen, desto dichter wurde wieder der Nebel, sodass der umfassende Blick auf die Stadt und das Schiff etwas getrübt war. Trotzdem ein lohnender Stopp.

Miradouro Pico do BarcelosBlick auf Funchal
Miradouro Pico do BarcelosBlick auf Funchal

Dank des Hinweises bei der Fahrzeugübernahme fanden wir problemlos die Galp-Tankstelle oberhalb des Hafens. Das Preisniveau entsprach in etwa dem von zu Hause: 1,579 €/l für 95 Oktan. Die Rückgabe verlief reibungslos. Insgesamt können wir den Verleiher uneingeschränkt empfehlen.

Fazit: Madeira überzeugt durch seine einzigartige Natur, die man an einem Tag nur oberflächlich erkunden kann, und ist definitiv einen eigenen Urlaub wert.

Bei einem Aperitif in der Agora Bar genossen wir den perfekten Blick auf das von der tief stehenden Abendsonne angestrahlte Funchal. Ja, heute galt wieder die Devise: Wer hoch hinaus will, wird mit Wolken bestraft.

White Night ...... auf dem Pooldeck
White Night ...... auf dem Pooldeck

Nach einem leckeren Buffet im Harbour Market waren wir bereit für die White Night, für die Werner extra eine weiße Hose erstanden hatte. Die beiden Brüder sorgten einmal mehr für großartige Stimmung, sodass der Kreuzfahrtdirektor sogar 30 Minuten Zugabe gewährte. Anschließend wurde in der Disco weitergetanzt.


30.10.2025

Seetag

Da es gestern Abend recht spät geworden war, schliefen wir erst einmal aus. Als wir aufwachten, begrüßte uns ein wunderschöner Sonnenaufgang, und das Schiff glitt ruhig über die glatte See. Auf dem Balkon war es in der Sonne fast schon zu warm – wir waren nun endgültig in südlichere Gefilde unterwegs.

Sonnenaufgang
Sonnenaufgang

Zum Frühstück gingen wir ins Sur la Mer, wo man wunderbar im Freien sitzen konnte. Das französische Frühstück war sehr lecker, allerdings war der Service etwas unorganisiert, sodass es recht lange dauerte.

französisches FrühstückWerner im Pool
französisches FrühstückWerner im Pool

Den Rest des Tages verbrachten wir mit einem kleinen Rundgang und chillten am Pool. Ja, so ein Seetag hat wirklich etwas sehr Entspannendes. Irgendwann müssen wir unbedingt einmal eine Reise mit vielen Seetagen machen.

Der Außenbereich des Sur la Mer lag herrlich in der Sonne, weshalb wir später noch einmal auf eine Zwiebelsuppe und einen Coq au Vin vorbeischauten – einfach nur schön und lecker.

Am Nachmittag chillten wir in Adirondack-Stühlen auf dem Mistral Deck. In dieser etwas abgelegenen Ecke des Schiffes konnte man entspannt sitzen und beobachten, wie sich die Sonne langsam senkte. Dazu ein kühles Corona mit Limette von der kleinen Bar um die Ecke – hier kann man das Leben genießen.

Sonnenuntergang ...... auf dem Mistral Deck
Sonnenuntergang ...... auf dem Mistral Deck

Das 5-Gänge-Menü im Atlantik war wie immer sehr lecker, zog sich jedoch etwas in die Länge, weshalb wir den Anfang der gut gemachten Rockshow im Theater verpassten.

Rock ShowFarewell-Party
Rock ShowFarewell-Party

Im Anschluss fand auf dem Pooldeck die Farewell-Party mit der Verlosung der Seekarte statt, da ein Teil der Gäste das Schiff morgen in Teneriffa verlassen wird. Wir genossen die laue Nacht, die Musik und den Jack Cola.


31.10.2025

Santa Cruz (Teneriffa)

Wir frühstückten entspannt im Harbour Market. Die von der Morgensonne angestrahlte Stadt bot dafür eine perfekte Kulisse, und es versprach erneut ein sonniger Tag zu werden.

Blick vom PooldeckYachthafen
Blick vom PooldeckYachthafen

Es war Wechseltag, und am Pier herrschte entsprechendes Gewusel. Der Fußweg in die Stadt war nicht zu verfehlen, denn man musste lediglich der blauen Linie auf dem Boden folgen. Nach etwa 800 Metern erreichten wir das Zentrum.

Unser Ziel war der Intercambiador, der zentrale Busbahnhof, von wo aus wir mit der Straßenbahnlinie 1 nach La Laguna, der ehemaligen Inselhauptstadt, fahren wollten. Die Tickets (einfache Fahrt: 1,35 €/P) konnten auch ohne Spanischkenntnisse bequem am Automaten gezogen und im Fahrzeug einzeln entwertet werden. Für die rund 12 km lange Strecke war das ein sehr fairer Preis.

Die Fahrt führte durch durchgehend bebautes Gebiet, das keinen besonders ansprechenden Eindruck machte, den Hang hinauf Richtung Inselmitte. Nach etwa 40 Minuten erreichten wir die Endstation La Trinidad, von wo aus es nicht mehr weit bis ins Zentrum war.

Den relativ hohen Eintrittspreis für die Kathedrale scheuten wir und schlenderten stattdessen durch die hübschen Gassen der Altstadt. Zahlreiche kleine Geschäfte luden zum Stöbern ein. Am Ende der Fußgängerzone besichtigten wir die Iglesia de la Concepción (2 € pro Person).

KathedrahleIglesia de la Concepciónauf dem Turm
KathedrahleIglesia de la Concepciónauf dem Turm

Vom Turm aus hatte man einen schönen Blick über die Dächer der Stadt und konnte das Glockenspiel aus nächster Nähe erleben. In der Ferne war der Tower des Flughafens zu erkennen. Inzwischen hatte es sich etwas zugezogen, und es war relativ kühl geworden.

Eigentlich wollten wir noch einkehren, fanden jedoch nichts wirklich Ansprechendes, sodass wir uns schließlich auf den Rückweg machten. Beinahe wären wir aufgrund des sanften Ruckelns der Straßenbahn eingenickt.

Fazit: Der Ausflug ist für den Preis ganz nett, aber kein absolutes Highlight. Die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe empfanden wir als etwas übertrieben.

Zurück in Santa Cruz marschierten wir in Richtung Palmetum (6 € pro Person), einem weitläufigen Palmengarten. Der Weg führte am Opernhaus vorbei, dessen eigenwillige Architektur uns an seinen großen Bruder in Sydney erinnerte.

Opernhaus
Opernhaus

Die große Poolanlage des angrenzenden Riu Hotels wirkte mit zu viel Beton und zu wenig Grün wenig einladend. Da es bereits spät in der Saison war, herrschte insgesamt nicht viel Betrieb.

Ein wunderschöner Rundweg führte durch die sehr gepflegte Anlage. Die Palmen aus aller Welt waren nach Regionen geordnet. Zwischendurch eröffneten kleine Aussichtsbalkone immer wieder schöne Blicke auf das tiefblaue Meer. Zum perfekten Zeitpunkt kam die Sonne heraus und setzte die Pflanzenpracht ins ideale Licht.

Palmen ...... und Meer ...
Palmen ...... und Meer ...
... im Palmentum ...... mit Blick auf die Stadt
... im Palmentum ...... mit Blick auf die Stadt

In starkem Kontrast zu all der üppigen Natur stand die umliegende Stadt mit ihren Hochhäusern, zweispurigen Ausfallstraßen, Parkplätzen sowie der Raffinerie. Zum Abschluss gönnten wir uns am Kiosk ein kühles Bier – natürlich umrahmt von Palmen.

Fazit: Dieser botanische Garten ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Zurück auf dem Schiff chillten wir an Deck und beobachteten den Abschluss des Tankvorgangs.

Das Schiff legte erst spät um 22:30 Uhr ab, was wir nutzten, um das eindrucksvolle Einsetzen der blauen Stunde über Santa Cruz bei einem Drink an der Agora Bar auf uns wirken zu lassen. Es war angenehm warm.

Das Highlight des Abends waren die Cocktails in der gediegenen Captain’s Bar ganz vorne auf Deck 16. Diese exklusive Bar glänzt vor allem mit besonderen Cocktailkreationen der Barkeeper-Weltmeisterin Linh Nguyen, die stilvoll mit Nebeleffekten serviert wurden.

stilvolle Cocktails ...... in der Captain’s Bar
stilvolle Cocktails ...... in der Captain’s Bar

01.11.2025

Arrecife (Lanzarote)

Als wir aufwachten, zog die Kette der Vulkankegel Lanzarotes im Sonnenaufgang an uns vorbei. Es versprach, ein traumhafter Tag zu werden.

Nach dem Frühstück im Harbour Market und einer kleinen Fotosession auf dem Pooldeck ging es los zum Landausflug „Spaziergang durch Vulkanlandschaften“ – die einzige Exkursion, die wir auf dieser Reise über das Schiff gebucht hatten.´

Arrecife
Arrecife

Eine kurze Busfahrt brachte uns zu einem Wanderparkplatz am Rande des Nationalparks Timanfaya. Von dort aus führte ein etwa 45-minütiger Spaziergang zu dem leicht zugänglichen Vulkankegel Caldera del Cuervo.

Mondlandschaft
Mondlandschaft

Der gut zu gehende Weg führte durch eine eindrucksvolle, fast vegetationslose Mondlandschaft. Wie an einer Kette aufgereiht folgte ein Vulkankegel dem nächsten. Sie sind rund 300 Meter hoch und brechen in der Regel kein zweites Mal aus. Unterwegs gab unser Guide – ein deutscher Expat, der bereits seit vielen Jahren auf der Insel lebt – interessante und anschauliche Erklärungen. In den Krater gelangte man durch eine kleine Scharte. Auf demselben Weg ging es anschließend zurück zum Parkplatz.

Caldera del Cuervoim Krater
Caldera del Cuervoim Krater

Strahlend blauer Himmel, ein leichter Wind und angenehme Temperaturen sorgten für perfekte Rahmenbedingungen. Mit unseren leichten Wanderstiefeln waren wir bestens ausgerüstet.

Der Bus brachte uns anschließend zu einem weiteren, nahegelegenen Parkplatz. In etwa 15 Minuten spazierten wir vorbei am rot schimmernden Vulkankegel Montaña Colorada zur größten Vulkanbombe der Insel, der Bomba volcánica Gude. So bezeichnet man die bei einem Vulkanausbruch herausgeschleuderten Felsbrocken. Unterwegs entdeckten wir einen vertrockneten Dornbusch und einige Flechten.

Montaña ColoradaBomba volcánica Gude
Montaña ColoradaBomba volcánica Gude

Der nächste Stopp führte uns zum Besucherzentrum des Nationalparks, das direkt in ein Lavafeld eingebettet ist. Das weiße Gebäude hob sich eindrucksvoll vom schwarzen Gestein ab. Wir hatten 30 Minuten Zeit, um die Ausstellung zum Thema Vulkanismus auf den Kanaren zu besichtigen. Ein kurzer Bohlenweg führte durch das Lavafeld zu einem Aussichtspunkt.

Da die Gruppe gut zu Fuß war, blieb noch Zeit für einen Abstecher zum Bauernmonument (Monumento al Campesino) des auf Lanzarote beheimateten Künstlers César Manrique.

Monumento al Campesino
Monumento al Campesino

Um 14:00 Uhr waren wir zurück an Bord. Fazit: ein großartiger Ausflug mit einem sehr engagierten Guide – gut investierte 50 € pro Person. Lanzarote ist definitiv eine Reise für sich wert.

Nach einer Stärkung im Bistro mit leckerer Currywurst und Pommes spazierten wir zu Fuß in die Stadt und genossen die angenehm warme Sonne. Ganz nett, aber wirkliche Sehenswürdigkeiten gab es dort nicht.

Anschließend hieß es Koffer packen. Es half ja nichts – irgendwann geht jede Reise zu Ende. Danach ließen wir uns in den Sesseln der Agora Bar nieder, genossen einen Drink und beobachteten das Treiben. Um 19:00 Uhr ertönte die Hymne zum Sail-away.

Das 5-Gang-Menü im Atlantik war wie immer hervorragend, zog sich jedoch sehr in die Länge. Nach zwei Stunden gingen wir ohne Nachspeise an Deck – sonst hätten wir dem Beginn der Halloween-Party verpasst.

DJ OliHalloween-Torten
DJ OliHalloween-Torten

Das Pooldeck war liebevoll dekoriert, und auch die Crew war in Halloween-Kostümen unterwegs. Die Band spielte und sorgte gemeinsam mit DJ Olli für großartige Stimmung. Sogar die Burlesque-Truppe mischte sich unter das Publikum. Mit dem einen oder anderen Drink feierten wir bis zum Schluss. Was für ein toller letzter Abend!


02.11.2025

Las Palmas (Gran Canaria)

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück verabschiedeten wir uns von Christian und Birgit und verließen um 09:00 Uhr das Schiff.

Ein letztes Foto
Ein letztes Foto

Die Koffer waren schnell gefunden, und nach einer kurzen Wartezeit brachte uns der Bustransfer in etwa 30 Minuten zum Flughafen. Das Warten am Gate war aufgrund der schlechten Klimatisierung etwas unangenehm. Pünktlich startete unser TUI fly Flug X3 2239 nach München.

Der Service an Bord war leider enttäuschend – nicht einmal ein Wasser war im Preis inbegriffen.

Straße von GibraltarGibraltar
Straße von GibraltarGibraltar

Wir hatten Fensterplätze reserviert. Unterwegs hatte wir einen schönen Blick auf die Straße von Gibraltar und Gibraltar selber. Auch die französischen Seealpen waren klar zu erkennen.

Wolkenspiele
Wolkenspiele

Die Zugfahrt nach Hause zog sich aufgrund einer S-Bahn-Störung gefühlt endlos hin, sodass wir erst gegen 22:00 Uhr wohlbehalten zu Hause ankamen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 03. Januar 2026 17:45