USA - Ostküste

24.09. - 18.10.2016

Die Idee für eine Rundfahrt durch die Farbenpracht des Indian Summers geisterte schon länger durch unsere Köpfe und die konkretere Planung für die Reise lief bereits seit über einem Jahr, bis es heuer im Herbst endlich soweit war.

Von München aus ging es per Direktflug nach Boston, wo uns jede Menge eindrucksvolle Bauten und amerikanische Geschichte in Empfang nahmen. Nach einem kurzen Abstecher auf die Halbinsel Cape Cod folgten wir der Küste in Richtung Norden. Schöne Strände, Leuchttürme und Felsenküste wechselten sich ab. Höhepunkt war der Acadia National Park, der zu ausgedehnten Wanderungen einlud.

Eine längere Tagesetappe führte uns in die Bergwelt der White Mountains nach Jackson in New Hampshire mitten in das Meer der bunt gefärbten Wälder des Indian Summer. Mit einer Wanderung auf den Mt. Chocorua, einer Auffahrt auf den Mount Washington sowie einer Fahrt über den Kancamagus Highway genossen wir diese fantastische Landschaft bei Traumwetter.

Bei schönsten Wetter fuhren wir durch schier endlosen Laubwald, der in allen erdenklichen Rottönen erstrahlte. Unser Ziel war Lake Placid, in den Adriondacks, einem ausgedehnten Wandergebiet im Staat New York.

Nach einem Zwischenstoppp bei den 1000 Islands und einer Stadtbesichtigung von Toronto erreichten wir die Niagara Fälle, wo uns eine Fahrt mit der Maid of the Mist ganz nah an die tosenden Wassermassen dieses eindrucksvollen Naturschauspiels heranführte.

Zwei weitere Etappen mit einem kurzen Aufenthalt bei den Finger Lakes brachten uns zu unserem Endziel New York City. Drei Tage schlenderten wir durch die Stadt, die niemals schläft und genossen die Ausblicke auf die umwerfende Skyline. Natürlich durfte eine Schiffsrundfahrt um Manhattan vorbei an der Freiheitsstatue nicht fehlen, bevor es von Newark aus zurück in die Heimat ging.

In der Karte zeigen die roten Pins die einzelnen Stationen eines Tages. Die exakten GPS-Koordinaten aller Punkte finden sich im kmz-File. Hier geht es zu einer vergrößerten Ansicht, die den besten Überblick bietet.

Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen unserer letzten Reise an die Westküste buchten wir erneut über Canusa. Dieser auf USA und Kanada spezialisierte Reiseveranstalter bietet diverse Mietwagenrundreisen an, die an die persönliche Wünsche angepasst werden können. Via Telefon und email wurden wir sehr gut beraten und konnten unsere Vorstellungen wie geplant umsetzen.

Um der täglichen Quartiersuche zu entgehen, reservierten wir alle Hotels vor. Das hatte sich bereits bei der letzten Reise bestens bewährt. Canusa hatte ein umfangreiches Angebot von guten Mittelklassehotels im Angebot. Alle Buchungen klappten reibungslos und wir waren mit den Hotels durchwegs sehr zufrieden. Nur das bei den Best Western Hotels inkludierte Frühstück überzeugte nicht wirklich. Die Preise hatten im Vergleich zu vor 5 Jahren deutlich angezogen, was sicher auch an dem schlechten Dollarkurs lag.

Als Mietwagen hatten wir einen Standard-SUV gebucht. Da diese Wagenklasse nicht vorrätig war, bekamen wir ein kostenloses Upgrade und durften mit einem Buick-Enclave mit allen Extras durch die Landschaft düsen. Der Wagen war angenehm zu fahren, allerdings auch etwas durstig. Laut Bordcomputer betrug die Reichweite 20 mi/ga, was einem Verbrauch von 11,8 l/100 km entspricht. Zum perfekten Fahrvergnügen fehlten dem recht schweren Fahrzeug ein paar PS. Dank der Buchung über Canusa genossen wir die Annehmlichkeiten des Alamo Gold-Service und der Wagen wurde sogar für uns vorgefahren. Da wir für die Navigation auf unser bewährtes TomTom zurückgegriffen haben, verzichteten wir auf das inkludierte Navigationssystem und tauschten es gegen eine Plate Pass Box, was die Abwicklung an den Mautstationen vereinfachte.

Da die Roaming Gebühren doch recht happig sind, hatten wir uns vorab über sim auf Reisen eine prepaid SIM Karte von H2O wireless besorgt, die wir bequem über die web site bereits von zuhause aktivieren konnten. Für 75,99 € gab es eine Flatrate, bei der auch die ersten 10 internationalen Nummern frei sind, sowie auch 3 GB Daten. Die Abdeckung war dank des zugrundeliegenden AT&T Netzes bis auf die entlegenen Bergregionen sehr gut.

Dank tripadvisor hatten wir uns bereits zu Hause unsere bevorzugten Restaurants herausgesucht und ins Navi einprogrammiert, so dass wir durchaus sehr gut und relativ günstig, soweit man das bei dem Preisniveau der USA überhaupt sagen kann, gespeist haben. Besonderes highlight waren die craft Biere der lokalen Brauereien und so ein leckeres IPA (Indian Pale Ale, ein Bier mit erhöhtem Hopfen- und Alkoholgehalt) zum Tagesabschluss hatte doch das gewisse Etwas. Da in den Hotels das Frühstück in der Regel nicht inklusive war, besorgten wir uns etwas Süßes aus dem Supermarkt und machten uns einen Kaffee im Zimmer. Für den kleinen Hunger zwischendurch wichen wir auf Chips und Obst aus.

Zu Beginn war das Wetter an der Küste etwas durchwachsen, insbesondere auf Cape Code recht stürmisch und trübe. Dafür strahlte in den White Mountains die Sonne in voller Pracht und der nicht endend wollende Laubwald schimmerte in den schönsten Farben. Insgesamt konnten wir mit dem Wetter mehr als zufrieden sein. Nur die geplante Whale Watching Tour fiel ins Wasser.

Das gemischte Programm aus Natur und Städten hat sich als sehr ausgewogen und abwechslungsreich bewährt. Da die Strecke zu den Niagara Fällen wohl oder übel recht weit ist, war es nicht zu vermeiden, dass die eine oder andere Tagesetappe etwas länger war. Trotzdem blieb genügend Zeit für ausgedehnte Wanderungen durch die vom Indian Summer bunt gefärbten Wälder, so dass sich die Mitnahme von Wanderstiefel und -stöcken absolut gelohnt hat.

So nun aber genug der Vorrede. Hier geht es zum Reisebericht.

 

Reiseführer:

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 26. Mai 2017 21:25